Der Big Buddha

Natürlich bietet diese Insel mehr als nur Entspannung oder Party. In etlichen Angeboten kann man die Insel erkunden und sein Bedarf an Action stillen. Wir haben uns dazu entschieden, ein kulturelles Wahrzeichen dieser Insel, den Big Buddha einen Besuch abzustatten. Mit einem dieser günstigen Transportautos (die, wie wir erfahren haben, auch Tuk Tuk heißen) konnten wir uns für insgesamt 200 Baht hin und zurück fahren lassen.


Schon ein paar hundert Meter vor der großen Tempelanlage wird man durch ein großes, bunt verziertes Tor begrüßt. Das Gold und die kräftigen Farben leuchten einem entgegen. Doch schnell passiert man dieses und fährt noch einige Meter weiter, bis zur richtigen Anlage. Schon jetzt kann man zu dem imposanten Buddha aufsehen, welcher golden am Ende der vielen Stufen thront. Wie ein Beschützer blickt er auf die Menschen herab, die diese Treppen zu ihm hinaufsteigen. Links und rechts vor der Treppe befinden sich zudem kleine Tempelsäle, welche ebenfalls prächtig geschmückt sind. Da wir am frühen Abend dort waren, als die Sonne langsam anfing zu sinken, wurde das Ganze in ein extra schönes Leuchten getaucht. Das Gold der Statuen und das Rot der kleinen Dächer leuchtete uns an und lud ein, die Anlage näher zu betrachten. Oben angekommen wurde einem erst die Größe des Buddhas wirklich bewusst. Mehrere Meter groß, sitzt er prächtig auf seiner Anhöhe im Schneidersitz mit einer Hand auf dem Schoß. Um sein „Podest“ herum stehen nochmals mehrere kleinere Statuen und Buddhabbildungen. Das eingearbeitete Blau konstrastiert sich herrlich mit dem Gold, wodurch beide Farben noch intensiver zu leuchten scheinen. Je weiter sich die Sonne dem Untergang neigt, desto harmonischer erscheint das Gesamtbild.


  
  
Wie in anderen Tempelanlagen auch schon, gibt es hier bestimmte Richtlinien, an welche man sich halten sollte. Diesen beziehen ich besonders auf die Kleidung. Natürlich, solle man die Schuhe ausziehen. Eine angemessene Kleidung (nicht zu viel Haut zeigen und nicht zu eng anliegend) ist ebenfalls erwünscht. Als Besucher sollte man sich auch daran halten und so der Kultur und den Thais selbst Respekt zeigen. Auch wenn um eine spätere Uhrzeit keiner kontrolliert, wie die Besucher gekleidet sind, so gehört es sich doch in jedem Land, sich anzupassen und die Traditionen zu achten.

Zudem finde ich, ist es ein sehr schönes Gefühl barfuß über die warmen, glatten Steine zu laufen. Man sollte so einmal und den Buddha herumgehen und ihn von allen Seiten bestaunen. Sich hierbei an die Vorschriften zu halten (und deshalb beispielsweise seine Schuhe auszuziehen) gibt einen zudem -wie in den anderen Tempelanlagen auch schon- ein intensiveres Gefühl für die Kultur und was für eine Bedeutung ein solcher Ort für die Thais hat. (Ich selbst liebe es, barfuß die Anlagen zu erkunden. Deswege n kann ich es immer wieder nur betonen 😄.)


  
 Von dem Big Buddha aus hat man zudem einen herrlichen Ausblick auf das schimmernde Wasser und den Hafen von Koh Samui. Ich empfehle die Tempelanlage bei abendlicher Dämmerung zu besuchen. Zum einen ist es dann nicht so warm und die ganze Atmosphäre wirkt gleich anders. Zu sehen, wie die Bucht in ein sanftes Leuchten getaucht wird, ist es zudem wert.

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Festivalstimmung am Strand

Koh Samui -und ganz speziell Chaweng Beach- ist unter anderem, für seine Partymeile bekannt. Neben den vielen Restaurants und Shops findet man hier auch jede Menge Bars und Clubs.

Wenn die Sonne nun langsam vom strahlend blauen Himmel verschwindet, füllen sich die kleinen Gassen noch mehr.  Überall gibt es Happy Hours. Wenn man sich entschließt an der Straße etwas zu essen, kommt man um die gut gelaunten und feierwilligen Mengen kaum herum. Diese ziehen von Bar zu Bar, bis sie schließlich auf der Tanzfläche enden. Wenn sich die Clubs füllen und die Bässe quer durch die Straßen wummern, ist die Stimmung auf der kleinen Insel noch ausgelassener, als sie am Tag eh schon ist. Da hier das Wetter so gut wie jeden Tag traumhaft ist und die Temperaturen auch in der Nacht nicht unter gefühlte 25 Grad gehen, ist auf den Straßen jede Nacht etwas los. Die Clubs und Bars sind alle offen gebaut, sodass sich die Feiernden und die Musik herrlich vermischt. So kann man sich die ganze Nacht durch die Gegend tanzen.

Am Strand ist natürlich auch keine Ruhe. Besonders, wenn die Ark Bar mal wieder einen DJ am Start hat, der den Feierwütigen so richtig einheizt. Dann stehen hunderte am Strand, zum Teil mit den Füßen im Wasser und springen gemeinsam zum Beatdrop los. Ein tolles Gefühl, mit so vielen gut gelaunten Menschen unter dem freien Himmel zu tanzen und Spaß zu haben. Hinzu kommt noch eine Klasse Feuershow, die alle Anwesenden begeistert. Die Stimmung ist unbeschreiblich gut.


  
 Dennoch sollte man nicht alles zu locker sehen. Gerade am Strand und in den engen Gassen stehen oft Dealer, die den betrunkenen Urlaubern Drogen andrehen wollen. Was sowieso schon gefährlich ist, wird in Thailand zudem hart verfolgt und bestraft. Also Finger weg ⛔️. Auch sind, neben kleinen Kindern, die einem Blumenkränze und Leuchtstäbe verkaufen wollen, immer wieder Männer mit Chameleons unterwegs. Diese kann man dann anfassen, oder sich auf den Arm setzen lassen. Was von vielen Gästen als toll empfunden wird, ist aber Tierquälerei. Also auch hier lieber den Kopf schütteln und in Ruhe den Abend weiterhin genießen.

 

Thaifood

Ich liebe Reisen aus verschiedenen Gründen. Es ist herrlich unsere wundervolle, große Welt kennenzulernen. Überall gibt es Neues zu entdecken. Die Kulturen und Begebenheiten der Menschen sind faszinierend. Ebenso wie schöne Städte oder die prächtige Natur. Auf den Reisen sieht man so viele neue Dinge und nimmt neue Erfahrungen und Erinnerungen mit in die Heimat. Abgesehen von Bildern und kleinen Souveniers ist es jedoch recht schwer, diese schönen Momente auch bei sich im Alltag auferlegen zu lassen. Am Besten geht dies (für mich persönlich) durch Musik oder Rezepte, welche man von der Reise mit nach Hause nimmt.

Da der Musikgeschmack der Thais (man durfte den wunderbaren Klängen in den Taxen lauschen) eher nicht dem meinen entspricht, bleibt noch das Essen. Und das finde ich ganz hervorragend ☺️

Für Thailand hatte ich mir vorgenommen, mich möglichst landestypisch zu ernähren. Das ist auch wirklich keine Herausforderung, denn alle paar Meter steht hier ein kleiner Stand mit thailändischem Essen. Da ist es auch egal, ob man in der Millionenstadt Bangkok ist, oder man sich auf einer kleinen Insel wie Koh Phi Phi oder Koh Samui befindet. Man kann sicher davon ausgehen, dass man mindestens ein thailändisches Gericht bekommt: Pad Thai. Was ich zuvor noch nie zu Hause gegessen habe, aber hier sofort zu einem meiner Lieblingsgerichte gezählt habe. Das (sehr einfache) Rezept werde ich auf jeden Fall auch mit nach Hause nehmen. Man kann die Zutaten (wie bei vielen thailändischen Gerichten) je nach Geschmack variieren.

Die Grundlage setzt sich zusammen aus Nudeln, Ei, Sojasprossen und jede Menge Gemüse. Das alles anbraten. Nach Belieben Hühnchen oder Garnelen (mein Favorit) dazumischen. Serviert wird das Ganze zusammen mit gehobelten Erdnüssen und etwas frischem Limettensaft. Für die würze noch Chillipulver drauf und alles ein bisschen vermischen.


 Am Anfang habe ich bezweifelt, dass ich die Nudeln und das Gemüse mit Stäbchen essen kann. Doch es geht genauso einfach wie beim Sushi 👍🏽 ich persönlich bevorzuge es, hier auch mit Stäbchen zu essen. Das passt einfach viel besser zu dem scharfen Essen.

Die Thais essen überwiegend scharf. Und damit meine ich sehr scharf. Ich selbst mag es auch gerne würzig und an die etwas ausgeprägtere Schärfe hier hab ich mich auch schnell gewöhnt. Nur wenn Alex sein Curry in spicy bestellt, bekomme ich so meine Probleme (er teilweise aber auch 😄). Natürlich würzt jedes Restaurant anders. Und was für den einen spicy ist, bedeutet für den anderen so scharf, dass dir du beim Essen fast Rotz und Wasser heulen musst. Also lieber erstmal in Medium oder weniger scharf (was trotzdem noch immer ordentlich Würze hat) bestellen und dann mit Chillipuder oder Öl nachwürzen.

Zum Glück gibt es aber auch leckeren Nachtisch, mit welchem man sich danach abkühlen kann. Pfannkuchen mit Eis oder Eis mit Obstsalat ist jetzt zwar keine thailändische Besonderheit, aber so ein Nachtisch lohnt sich, besonders auf den kleinen Inseln, sehr. Die Früchte schmecken einfach so frisch und fruchtig, man könnte meinen, sie wären gerade im Garten geerntet worden. Sehr, sehr lecker. Besonders als kleine Abkühlung bei den schwülen, warmen Temperaturen.


  
Mittags reicht bei der Hitze immer eine Kleingkeit zum essen. Ab der Mittagszeit ist bei uns am Strand immer ein Mann mit seinem tragbaren Grill unterwegs. Entweder man holt sich dann frischen Mais am Holzspieß oder leckere Früchte, die dann frisch geschält und geschnitten werden. Eine sehr leckere Stärkung zwischendurch 👍🏽

Leider bekommt man beim Ausprobieren nicht immer perfekte Ergebnisse, die der Erwartung entsprechen. So passiert, als ich mit einen Chicken Salad in thaistyle bestellte. Leider habe ich davon kein Bild gemacht. Der “Salat” entsprach meinem Geschmack eher weniger. Er bestand aus kleingehackten Hühnchen, gefühlt der doppelten Menge Zwiebeln und Lauch. Achja und vier Scheiben Gurke, die aber eher als Deko dienten. Das war’s. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Trotzdem habe ich mich so gut es ging durch diese Köstlichkeit gequält. Typisch thai, wurde das alles mit der Zeit auch ziemlich scharf. Also lieber wegstellen und den Nachtisch (der war dann umso leckerer) bestellen.

Eine Köstlichkeit auf der bisherigen Reise möchte ich niemandem vorenthalten. Die habe ich in Bangkok in einem tollen Restaurant probiert (und am nächsten Abend gleich nochmal bestellt, weil ich es so lecker fand). Es war eine Mischung aus Glasnudeln mit kleingeschnittenen Gemüse und (wenn das Englisch auf der Speisekarte richtig war) bebratenen Primeln. Hätte ist so in Deutschland wahrscheinlich nie gegessen, aber es war wirklich unglaublich lecker.

 

Love Samui

Am liebsten würde ich noch viel, viel länger hier bleiben. Wir haben zwar noch sechs Nächte auf dieser schönen Insel, aber die Zeit vergeht wie im Flug. Die Tage bisher haben wir uns vor allem entspannt – weswegen ich auch nichts spannendes berichten konnte.

Von Thailand war ich ja schon vom ersten Tag an begeistert. Die offene und nette Art der Menschen, das Essen und die Natur finde ich perfekt. Koh Samui ist von der Natur her zwar nicht so spektakulär wie Koh Phi Phi, doch ich kann diese Insel nur weiterempfehlen. Tagsüber kann man sich am Strand perfekt erholen und Abends durch die bunten, lauten Straßen gehen und durch die vielen Stände und Läden stöbern. Abwechslung beim Essen findet man sowieso überall und das Wetter ist auch ausnahmslos herrlich. Mir gefällt der Strand besonders gut. Man kann gefühlt kilometerweit ins ruhige, klare Wasser gehen. Ich habe mich gleich in diesen schönen Ort verliebt und bin jetzt bestimmt nicht das letzte Mal hier.


  
  
Die Tage die wir noch hier sind, wollen wir durch das Wasser zur Nebeninsel laufen und noch den großen goldenen Buddah einen Besuch abstatten. Bis dahin genießen wir die Sonne und die günstigen Thaimassagen – entspannter geht wohl kaum. ☺️

Happy Valentines Day 

Schon seit gestern stehen vor den Strandlokalen und Restaurants der Hotels  hübsch geschmückte Tische bereit. Rote und weiße Tücher flattern umher, überall sieht man endliche Kerzen. Alle bereiten sich auf den Valentinstag vor -schließlich kann man damit hervorragende Geschäfte machen. Das Menü kann man gleich teurer verkaufen und alle Cocktails mit romantischen Bezeichnungen kosten natürlich auch mehr.

Am 14. Februar tagsüber war, abgesehen von der Deko, nicht viel mehr von der Romantik zu spüren. Doch sobald es Abend wurde und die Sonne langsam unterging, kam auch die schöne Stimmung. In den Localen am Strand lief entweder Livemusik oder eine ruhige Playlist. Nichts zu hören von der üblichen Partymusik, die hier sonst gespielt wird. Wie viele andere Pärchen, gingen auch wir am Strand essen. Wir suchten uns aber etwas günstiges, was bestimmt sowieso viel leckerer war, als irgendeine Tunfischpaste mit Muscheln.

Hätte nie gedacht, dass frittiertes Eis so gut schmeckt 😄

Dagegen war mein Kokosnusseis von der Khao San Road ein Witz.

Nach diesem wirklich guten Essen und einem mega Nachtisch, gingen wir noch etwas am Strand entlang zu einer kleinen Bar, neben welcher wir am Tag zuvor gegessen hatten. Mit den vielen Lichtern -schön kreativ in Glasflaschen dekoriert- und den großen Sitzkissen wirkte die Location sehr gemütlich und einladend. Unsere Shakes bekamen wir in schönen Einweggläser, die perfekt zum Gesamtbild passten. Geschmeckt haben sie zudem großartig. Wir konnten zudem einige kleine Feuerwerke sehen. Am Strand liegen den ganzen Abend Händler umher, die die Raketen und noch andere Sachen, speziell für Valentinstag (auch Rosen hihi) anboten.

  
Wenn man am Chaweng Beach Urlaub macht lohnt es sich wirklich sehr, am Abend etwas am Strand zu spazieren. Es gibt ein paar sehr schöne Bars und Locals, die günstig sind, aber eine wunderschöne Atmosphäre haben. Etwas nervig ist, dass alle paar Meter ein Mitarbeiter steht und einen locken möchte. Doch die sind zum Glück nicht so hartnäckig, wie an anderen Orten. Man kann überall vor den Restaurants in die Karte gucken und Preise vergleichen. Es lohnt sich, ein paar  Restaurants anzugucken. Auch wenn sie direkt nebeneinander liegen, variieren die Preise recht stark. Da kann man schnell sparen 🙂
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Koh Samui und der Anfangsstress

Für neun Nächte befinden wir uns nun auf dieser schönen (Touristen-)Insel. Schon der Flug und die Ankunft hier mit unserer kleinen Propellermaschine wären toll. Der Blick, während man Thailand überquert, bietet wunderschöne Bilder von Inseln und Korallenriffen, welche dunkel im Wasser schimmern.


 Als wir am Flughafen ankamen, war ich hellauf begeistert. Alles ist sehr gepflegt und (für einen Flughafen) sehr ruhig. Die Gebäude sind alle offen gebaut und man bekommt gleich das Gefühl von Urlaub.

  
Mit dem Shuttle ging es dann weiter zum Hotel. Nachdem alle anderen Personen schon ausgestiegen waren und wir immer weiter fuhren, fingen wir an uns zu wundern. Wir hatten eigentlich ein Hotel gebucht, welches zu Fuß ein paar Minuten von der Hauptmeile von Chaweng Beach liegen sollte. Diese Straße hatten wir jedoch schon seit einiger Zeit verlassen und noch immer war kein Ende in Sicht. Als nun doch endlich das Schild von unserem Hotel auftauchte fragte uns der Fahrer, ob wir wirklich sicher seien, dieses Hotel gebucht zu haben. Doch so war es leider. Die Lage war also schon mal total daneben. Trotzdem checkten wir ein. Nach dem Check-In sollten wir gleich auf unser Zimmer gebracht werden. Doch wir warteten geschlagene zehn Minuten in der Lobby, ohne dass sich jemand für uns interessierte. Erst nachdem wir an der Rezeption noch einmal nachfragten, wurde direkt ein Angestellter gerufen, der uns den Weg zeigte. Unser Zimmer lag in einem Gebäudekomplex, etwas abseits von der eigentlichen Anlage, im dritten Stockwerk. Das Personal war zwar nun recht bemüht, ließ das Zimmer zu wünschen übrig. Das Bett steinhart (ich dachte ja in unserer kleinen Holzhütte hätten wir eine harte Matratze gehabt), das Bad stickig und schimmelig und unser „Ausblick“ war wundervoll auf eine Hauswand mit Klimaanlage. Also auch noch laut. Herrlich. Bisher also: Lage – mies, Personal – unaufmerksam und das Zimmer – absolut nicht einladend. Doch wir wollten uns erstmal einen Überblick über die Anlage verschaffen. Den Pool hatten wir schon bei der Ankunft gesehen: sehr dreckig und sanierungsbedürftig. Wir gingen zum linken Strandabschnitt, der ans Hotel grenzte. Überall Felsen und starke Wellen. Also nicht zum schwimmen geeignet. Beim rechten Abschnitt war es ähnlich frustrierend: zwar keine Felsen, aber eine sehr starke Brandung und das Signal, dass das Schwimmen aufgrund der Strömung verboten sei. Weit und breit kein ruhiges, flaches Wasser in Sicht, von welchem alle Urlauber hier so schwärmen. Nachdem wir uns noch die (überteuerten) Preise des Hotelrestaurantes angesehen hatten stand für uns fest: absolute Fehlbuchung. Nach langem Überlegen und einigen Versuchen über Expedia unser Geld wiederzubekommen (bisher sind alle gescheitert) beschlossen wir, und erst einmal nach einem anderen Hotel umzusehen.


Also fuhren wir mit einem kleinen Pickup (sehr empfehlenswerte Fortbewegungsart. Sie fahren die Hauptstraße rauf und runter und sammeln einen ein, wenn man ein Signal gibt. Für 50THB -ein sehr guter Preis. Ein normales Taxi kostet knapp das dreifache.) zurück in die Stadt. Nun ging die Suche an. Wir gingen die Straße entlang und klapperten jedes Hotel ab, ob sie für diese Woche ein Zimmer frei hätten. Trotz Nebensaison waren die ersten Hotels alle restlos belegt. Nach langem Suchen aber fanden wir endlich ein günstiges Hotel- das Lazy Tango. Dieses hat aber leider nur ab dem 14. Zimmer frei und nicht ab dem 12., wie benötigt. Die Zimmer (wir müssen zwei Mal das Zimmer dort wechseln) haben wir trotzdem schon reserviert. Besser als nichts. Die grüne Anlage mit den kleinen Bungalows sah auf den ersten Blick gut aus -auf jeden Fall besser als unser ursprüngliches Hotel. Im Hotel gleich nebenan haben wir dann auch für die ersten beiden Nächte Zimmer gefunden. Leider etwas teurer als das Lazy Tango, dafür aber perfekt für uns. Also schnell das letzte verfügbare Zimmer reserviert. Jetzt mussten wir nurnoch under Gepäck holen und einchecken. Dann war der Stress zum Glück vorbei.

An dem Abend gingen wir nurnoch am Strand essen und dann ab ins Bett. Nach dem Stress wollten wir nur noch schlafen.

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Halfdaytrip

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes hier wollten wir (eher ich😅) noch ein bisschen mehr von der schönen Natur von Phi Phi sehen. Also schrieben wir uns für eine Rundfahrt mit dem Ziel May Bay ein. Die Tour sollte schon um 8Uhr beginnen, also war zeitiges Aufstehen angesagt. An der Rezeption hieß es dann jedoch, dass die Tour doch erst um neun starten könne, da der Wasserstand zu niedrig sei (diese Info hätte man uns auch ruhig am Abend vorher sagen können). Nachdem wir also die Stunde Wartezeit überbrückt hatten, ging es endlich los. Leider war das Wetter nicht ganz so gut. Der Himmel war zugezogen und es war recht frisch. Doch wir waren zuversichtlich, dass sich das Wetter im Laufe des Vormittgs verbessern würde. Mit einem Longtailboat machten wir uns auf in Richtung Hafen der Insel. Doch anstatt in die Bucht einzubiegen, fuhren wir geradeaus, direkt auf eine kleine, aber sehr hohe Insel zu. Diese hatten wir schon bei unserer Ankunft bestaunen dürfen.


  
 Als erstes fuhren wir Maya Bay an. Schon als wir um den letzten Felsvorsprung herumfuhren, leuchtete uns das hellblaue Wasser der Lagune an. Rechts und links von uns ragten bewachsene Felsen empor und vor uns lag ein kleiner Sandstrand, an welchem schon diverse Longtailboote lagen. Die Natur ist natürlich wunderschön und ein kleiner Ausflug hierher lohnt sich sehr. Doch leider ist alles (verständlich) von Touristen überlaufen und die kleinen Boote legen in regelmäßigem Tempo an und ab. In der Maya Bay verbrachten wir knapp 45 Minuten. Wir gingen etwas weiter in die Insel rein. Ein kleiner Pfad führte uns an den verschiedensten Pflanzen vorbei. Viele Arten sind durch kleine Schilder ausgeschrieben und man bekommt einen guten Eindruck davon, welche Vielfalt es hier gibt. Als wir das Ende des Weges erreichten, hatten wir den schmalen Landstreifen der Insel einmal überquert (in nur knapp 500 Metern). Vor uns lag nun eine andere kleine Bucht. Von einer kleinen Holzplattform könnte man Fotos machen oder sich ins Wasser wagen. Da diese Bucht jedoch sehr weit geöffnet war, waren der Wellengang und die Strömung dementsprechend groß. So wurde das Baden nur mit Schwimmweste empfohlen und es wagte sich keiner ins Wasser. Nachdem auch wir einige Bilder geschossen hatten, machten wir uns wieder auf, zurück zur Maya Bay. Dort gingen wir Schnorcheln. Es gibt dort schon viele Fische -auch schön bunte. Doch insgesamt sieht man, dass das kleine Korallenriff durch den Tourismus gelitten hat. Mich würde sehr interessieren, wie ausgeprägt und farbenprächtig es wäre, hätten die Menschen keinen Zugang dorthin… Für das Baden und Tauchen ist extra ein bestimmter Bereich vorhergesehen, in welchem such keine Boote fahren dürfen. Rund um diese kleine Insel habe es wohl schon einige (manchmal tödliche) Unfälle gegeben, bei welchen Schnorchler von einer Bootsschraube erfasst wurden. Also immer nur in der Begrenzung schwimmen und trotzdem aufpassen. Als sich unser kleines Boot zum nächsten Stop aufmachte, brach endlich die Sonne durch die Wolkendecke durch. Durch das scheinen, wurde das grünblaue Wasser natürlich nur noch mehr betont. Ein unglaublich schöner Anblick.


  
                 



Nach kurzer Fahrt kamen wir an der Loh Samah Bay an. Wir befanden uns jetzt praktisch auf der anderen Seite der Insel. Wir passierten schnell das unruhige Gewässer, wo nun doch ein paar Mutige badeten. An einer, von einem Felsen geschützten, etwas ruhigeren Stelle hielten wir an. Unser Longtailboat lag mitten in der Bucht. Einige Meter von uns entfernt ankerten schon andere Boote. Trotz des Schutzes durch den Felsen war das Wasser recht unruhig. Unser „Käptain“ sagte, dass wir trotzdem ins Wasser gehen sollten. Mit Maske und Schnorchel bewaffnet sprangen wir also vom Boot in die Wellen. Das Wasser war natürlich angenehm warm. Doch schnell merkte man, dass die Strömung deutlich stärker war, als gewohnt. Während man im Wasser herumtrieb musste man sehr aufpassen, dass man sich nicht zu sehr vom Boot entfernte. Zudem fuhren andere Boote weiterhin herum, was gefährlich werden konnte, wenn man nicht aufpasste. Das Aufpassen fiel einem zudem noch recht schwer. Zu sehr war man damit beschäftigt, nach den vielen Fischen Ausschau zu halten. Und wenn man dann doch wieder nach oben sah, musste man immer wieder feststellen, dass man sich doch -mehr als gedacht- vom Boot entfernt hatte. Besonders als eine kleine hellrote Qualle plötzlich vor uns auftauchte, war diese Koordination für mich sehr schwierig. Die Qualle bewegte sich so sanft durch das Wasser und sah, nicht zuletzt wegen der leuchtenden Farbe, einfach nur genial aus. Ich wollte sie ungern aus den Augen verlieren und leider hatte ich meine Unterwasserkamera zu dem Trip nicht mitgenommen. Nach 30 Minuten hieß es weiterfahren. Eine kleine Pause auf dem Boot tat dann auch wirklich gut. Gegen die Wellen und Strömung anzuschwimmen forderte doch mehr Kraft, als gedacht.


  
  
 Unser letzter Badestop war die Pileh Lagoon. Diese war nicht ganz so sehr von Booten überlaufen wie die Maya Bay. Vielleicht war es Einbildung, oder die Sonne strahlte noch intensiver auf das Wasser hier. Alles leuchtete intensiv und die vielen verschiedenen Farben kamen besonders toll zur Geltung. Das Wasser war sehr ruhig. Wir ankerten wieder inmitten der Lagune. Schnorcheln war hier allerdings überflüssig, da weit und breit kein Fisch zu sehen war. Der Grund war auch tauchend nur knapp zu erreichen und war nicht mit Korallen bewachsen. Dafür konnte man das ruhige,warme Wasser und den Blick auf die Felsen sammt Pflanzen geniessen. Aber auch hier gilt: immer auf die fahrenden Boote aufpassen.

Wir machten uns auf, zu unserem letzten Stop. Wir fuhren in eine kleine Bucht, ganz dicht an die Felsen heran. Auf diesen saßen viele kleine Affen (solche, wie wir sie schon auf dem Rückweg vom Aussichtspunkt gesehen haben). Sie wissen ganz genau, dass hier immer die Touristenboote halten und erwarten eine kleine Leckerei. Nachdem wir die Affen ein paar Minuten beäugt haben, machten wir uns auf den Rückweg. Schon bald tauchte unser Resort auf der linken Seite auf.


  
  
 Insgesamt hat sich der Trip sehr gelohnt. Und für nicht mal 30 Euro pro Person, würde ich ihm jeden empfehlen, der mal auf Phi Phi sein wird. Allein diese schöne Natur zu sehen, ist das Geld wert.

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Phi Phi view point

Bevor wir hierher gefahren sind, habe ich schon des Öfteren im Internet Bilder von dieser schönen Insel gesehen, die von dem view point aus geschossen wurden. Jeder hat diese hochgelegene Stelle bestens empfohlen. „Man muss diesen Ausblick einfach mal gesehen haben.“ Also wollte auch ich unbedingt auf eine der höchsten Stellen von Phi Phi Island. Als wir im Hotel zu unserem Zimmer gingen sahen wir schon das Schild, welches den Anfang des Weges nach oben beschreibt.

Gestern Nachmittag beschlossen wir, uns auf den Weg zum Aussichtspunkt zu machen. In einer Broschüre hatten wir gelesen, dass man pro Strecke circa 30 Minuten einplanen sollte. Festes Schuhwerk und genügend Trinken wurde empfohlen. Und das auch zurecht. Allein nach einem kurzen Stückchen bergaufwärts (wir hatten die Hotelanlage noch nicht einmal verlassen) machten sich die hohen Temperaturen und die starke Luftfeuchtigkeit durchaus bemerkbar. Als wir den schmalen Trampelpfand betraten, welcher sich quer durch den Dschungel windet, waren wir schon vom Schweiß durchnässt (besonders schön, wenn man sich gerade mit Aftersun oder Sonnencreme eingeschmiert hat und nun alles wieder an einem herunterläuft). Die 30 Minuten kamen, mit kleinen Trink- und Atmenpausen zwischendurch, gut hin. So erreichten wir, wenig später, völlig außer atmen aber glücklich die Spitze des Berges. Dort befindet sich eine kleine Bude, welche kühle Drinks (sehr begehrt nach der Klettertour) und kleine Snacks anbietet. Von der Holzterrasse aus, hat man tatsächlich einen wundervollen Ausblick. Vor einem liegt der kleine Hafen der Insel, sammt den kleinen Holzhütten und diversen Hotels. Es sind praktisch zwei Buchten, welche sich in der Mitte an den Gebäuden treffen. Vor und hinter diesen zwei Buchten wuchert die Natur vor sich hin. Gegenüber von dem Aussichtspunkt erhebt sich ein weiterer Berg, welcher in allen möglichen Grüntönen bewachsen ist. Die Farben sind (wie überall) einfach herrlich. Ein Aufstieg hierher lohnt sich auf jeden Fall. Ratsam ist dazu jedoch eine etwas kühlere Tageszeit. Den teilweise sehr steilen Anstieg, darf man nicht unterschätzen.


  
  
  
Sogar der Abstieg hat sich für uns sehr gelohnt. Auf halber Strecke, auf einer kleinen Lichtung, sahen wir plötzlich eine Horde kleiner Affen vor und sitzen. Selbst als wir uns ihnen langsam nährten, verließen sie ihren Platz nicht, sonders beäugten uns zutraulich. Bestimmt sind sie Touristen gewohnt und waren enttäuscht, dass wir nichts zum Essen dabei hatten. Doch auf einmal bewegten sich alle Tiere nach links in eine nahe Baumgruppe. Beim genaueren hinhören konnte man eine Art „Signal“ in Form eines Rufes erkennen. Was auch sehr süß war: ein kleines Affenkind traute sich erst den Trampelpfad vor uns zu kreuzen, als es seine Mama wieder sehen konnte, welche zuvor ein Stück vorgelaufen war. Echte Affen in freier Wildbahn, ohne Tourführer oder Ähnliches zu sehen, war eine schöne Erfahrung. Für die Bewohner der Inseln sind es ganz normale Tiere, wie es für uns Hasen oder Rehe sind. Aber so eine kleine Affengruppe vor sich zu haben, war schon eine kleine Besonderheit.

  
 Einen Tag später wollte ich unbedingt den Sonnenuntergang von dem Aussichtspunkt sehen. Also nochmal rein in den Urwald, den Trampelpfad entlang, bis man schweißgebadet am Ziel ankommt. Die Sonne stand schon etwas tiefer und der Himmel begann sich langsam zu verfärben. Ich kann im Nachhinein nur sagen: Wow! Das muss man echt erlebt haben. Die Aussicht ansich ist schon ein Traum. Aber zu sehen, wie sich die Sonne immer weiter dem Horizonz annährt, alles um sich herum langsam verfärbt, bis sie schließlich im Ozean verschwindet, ist traumhaft. Das Leuchten der Farben in allen möglichen Rot- und Orangetönen ist einmalig. Der Umriss des Berges vor diesem Leuchten dazu ist grandios und die Buchten, die leicht schimmern sehen einfach nur toll aus. Leider dauert das Spektakel nicht allzulang und man sollte sich fix auf den Rückweg machen. Zwischen den vielen Bäumen wird es noch schneller dunkel. Eine Taschenlampe ist sehr zu empfehlen, ebenso wie Antimückenspray.


  


Sollte man jemals auf Phi Phi sein, sollte man sich unbedingt diesen Ausblick ansehen. Auch ohne Sonnenuntergang ist er lohnenswert.

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Phi Phi Relax Beach Resort

In der schönen, ruhigen Phak Nam Bay liegt unser zweites Hotel. Und den Teil mit dem „Relax“ nehmen die hier sehr ernst. Schon als wir ankamen, sah alles paradiesisch schön aus. Das türkise, klare Wasser, der helle Sandstrand, die grünen Bäume und die kleinen Bungalows, aus welchen die Anlage besteht, harmonieren perfekt. Schon jetzt hatte man das Gefühl, man hätte jeglichen Stress und alle Sorgen ganz weit weg irgendwo vergessen. Unser kleines Boot legte ein paar Meter vom Strand entfernt an. Es war Ebbe (die Gezeiten sind hier extrem ausgeprägt) und so mussten wir ein bisschen durch das Knietiefe Wasser waten. Unser Gepäck wurde von den Angestellten zum Strand getragen und so konnte man in vollen Zügen den weichen Sand unter den Füßen und das warme Wasser, welches um die Beine plätscherte, genießen. An der Rezeption wurden wir mit kaltem Wasser begrüßt, was bei den Temperaturen auch dringend nötig war. Schnell waren wir eingecheckt und konnten uns zum Bungalow aufmachen. Zum Glück wurden unsere Rucksäcke auch dorthin getragen, denn wir mussten einige Treppen weit hinauf, bis wir unsere vier Wände für die nächsten vier Nächte erreicht hatten.


 Schon von außen konnte man erahnen, dass der gewohnte Luxus des letzten Hotels definitiv der Vergangenheit angehörte. Das kleine Holzhaus -nur mit einem Vorhängeschloss verschlossen- ist wirklich nur zum schlafen vorhergesehen. Zu Alex‘ Leidwesen. Das Bett ist zwar schön groß, nur ist die Matratze ein klein wenig hart (für meinen Rücken zum Glück perfekt 😁). Ansonsten befindet sich nicht großartig mehr Mobiliar in dem kleinen Zimmer – mehr braucht man ja auch nicht unbedingt. Für ein Bungalow mit Satelitenfernsehen, hätte man gleich den doppelten Preis zahlen müssen. Und bei dem Ausblick und der Natur, ist Fernsehen überflüssig. Hier ist zwar alles sehr naturverbunden und ruhig, doch das Badezimmer ist dann doch ein bisschen zu relaxed. Es beginnt damit, dass sich der Duschvorhang an der falschen Stelle befindet -nämlich dort, wo die Badezimmertür sein sollte. Etwas Privatsphäre ist hier also noch weniger vorhanden, als mit der Galstür in Bangkok. Das Licht (welches für die Bungalows sammt Strom von 8Uhr morgens bis 6Uhr abends abgeschaltet wird) bietet sowieso kaum Helligkeit. Man kann im Spiegel also nur erahnen, wie man gerade aussieht. Das Beste am Bad ist sowieso die Tatsache, dass die spärliche Dusche (ähnelt einem Gartenschlauch mit Drüse) nur eine Temperatur kennt. Und die ist eher kühl. Da es hier aber sowieso immer warm ist, sodass man morgens schon schweißgebadet aufwacht -der Ventilator geht ja um acht Uhr aus-, tut eine kühle Dusche aber auch mal ganz gut. Ist bekanntlich ja auch gesund für den Kreislauf. Solange der Ventilator die Nacht über läuft, lässt es sich ganz angenehm schlafen. Um das Bett herum lässt sich ein großes Moskitonetz herunterlassen. Was mich zuerst verwundert hat, denn den ganzen Tag über hatte ich keine Mücken oder ähnliches gesehen. Als wir am ersten Abend aber ins Bad kamen, wurde schnell klar, dass das Netz nicht unbedingt nur gegen stechende Insekten helfen sollte… Über dem Waschbecken (den Abend habe ich meine Zähne in der Dusche geputzt) hing in der Ecke eine Spinne. Eine sehr große Spinne. Und mit groß meine ich nicht etwas, was wir in Deutschland groß genannt hätten. Dieses Vieh (ich vermute eine Mutation) wäre mit ausgestreckten Beinen größer gewesen als meine Hand. Geht es um Spinnen, so stelle ich mich etwas an. Aber dieses Monstrum wollte selbst Alex nicht beseitigen. Ich würde gerne ein Beweisfoto hochladen, aber ich hab mich beim besten Willen nicht getraut nah an dieses Ding heranzugehen. Die erste Nacht konnte ich dementsprechend schlecht einschlafen. Zum Glück war unser Bad am nächsten Morgen Spinnenfrei.


 Im Zimmer sind wir, wie gesagt, sowieso nur zum Schlafen. Den Tag verbringen wir am Strand und mit Schnorcheln. Leider sind die Gezeiten recht stark. Das Wasser steigt bis zum Mittag an, bis fast der ganze Strand überschwemmt ist. Bis zum Abend senkt sich der Pegel so weit, dass man erst einmal über die vielen Steine klettern muss, bis man etwas tieferes Wasser erreicht. Doch um diese Uhrzeit liegt der Strand sowieso schon im Schatten der Bäume und eine Abkühlung ist nicht mehr so nötig, wie zur Mittagszeit.

Rund um die Uhr ist die Atmosphäre herrlich idyllisch. Bei Flut überschattet das Wellenrauschen alle anderen Geräusche und auch ansonsten ist es entspannend ruhig. Am Abend sorgt die kleine Strandbar für stimmige Musik, während man im nebenliegenden Restaurant etwas leckeres isst, oder sich einen Drink genehmigt. Gestern Abend gab es an der Bar eine sehenswerte Feuershow von einem der Angestellten. Wunderbar anzusehen, wenn man nur einige Meter entfernt mit etwas Kühlem zu trinken in der Hand sitzt.



Das zum Hotel dazugehörige Restaurant ist von 8 bis 21 Uhr geöffnet und bietet viel Abwechslung mit asiatischen, aber auch europäischen Leckereien. Die Preise sind zwar noch angemessen (pro Portion mit Getränk Ca 5-6 Euro), doch verglichen mit den Preisen in der kleinen Hafenstadt, kann man schon sagen, das Hotel nutzt die einsame Lage etwas aus. Die Gäste sind darauf angewiesen hier zu essen und zu trinken. Ein All-in-clusive kann man für dieses Hotel nicht buchen. Der Zimmerpreis ist zwar sehr gering, doch würde man jeden Tag sehr viel essen, bzw. teure Getränke holen, so würde die Abrechnung am Ende doch sehr hoch sein. Wir ernähren uns den Tag über von frisch aufgeschlagenen Kokosnüssen und thailändischen Mahlzeiten. Die schmecken, machen satt und wir brauchen uns keine Gedanken über die Frische machen. Mit der nötigen Würze und Schärfe hätten schlechte Bakterien überhaupt keine Chance.


 Auch nach dem zweiten Tag kann ich sagen, dass wir es hier sehr genießen. Es ist schön mal richtig abzuschalten und die Ruhe zu genießen. Doch vier Nächte reichen uns hier. Zum Entspannen ist es perfekt, doch wir wollen noch etwas mehr sehen und erleben. Aber dafür fahren wir ja bald nach Koh Samui.


  
Eine Unternehmung hier (wohl die einzig kostenlose) haben wir vorhin gemacht. Wir sind zu dem Aussichtspunkt der Insel gelaufen. -mehr dazu in einem anderen Post.

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Willkommen im Paradies

Nachdem wir auf Phuket gelandet sind, ging es erstmal mit dem Taxi quer über die Insel zum Hafen. Von dort aus fahren täglich mehrmals Fähren und Speedboote zu den nächstgelegenen Inseln. So auch zu unserem nächsten Ziel: Phi Phi Island. Nachdem man morgens um fünf aufstehen musste, sich fast drei Stunden am Flughafen gequält hat, um dann eine Stunde zu fliegen, damit man danach wieder knapp 45 Minuten im Taxi verbringen musste, wollte man eigentlich endlich mal im Hotel ankommen, um sich zu entspannen und noch etwas zu sonnen. Doch die Überfahrt mit der Fähre sollte uns nochmal zwei Stunden kosten. Wenigstens verging die Zeit nun recht zügig. Dumm nur, wenn man sich außen hinsetzt, um den frischen Fahrtwind zu genießen und zu gemütlich war, um die Sonnencreme aus dem großen Backpackerrucksack zu holen. Bekannterweise spürt man mit etwas frischem Wind nicht, wie sehr die Sonne auf die Haut brennt. Wenn man zudem noch vor einer Woche im nasskalten Deutschland gehockt hat, so ist die Haut nicht wirklich gut auf die schöne thailändische Sonne vorbereitet. Man kam also knallrot (wie ein Krebs) am Hafen von Phi Phi an. Man könnte ja erwarten, dass man nun innerhalb der nächsten paar Minuten sich in Richtung Hotel aufmachen kann. Schade nur, dass das Hotel noch einmal 30 Minuten mit einem kleinen Schnellboot entfernt liegt (was leider auf der Internetseite des Hotels nicht erwähnt wurde). Bis das hauseigene Boot ablegte, dauerte es wieder eine Stunde, die man aber gut nutzen konnte, um sich am Hafen mit Pad Thai zu stärken.


  
Für die anstrengende Fahrerei (obwohl Bangkok so nah an Phi Phi ist, haben wir insgesamt über 10 Stunden vom Mode Sathorn Hotel bis zu unserem jetzigen Phi Phi Relax Beach Resort gebraucht) wurden wir aber gleich mehrmals belohnt. Und zwar durch die wunderschönen Anblicke, die wir hatten.

Der Erste bot sich uns, nachdem wir knapp 90 Minuten mit der Fähre unterwegs waren. Langsam, aber immer deutlicher, konnte man die Umrisse einer Insel erkennen, die weit vor uns lag. Mit jeder Minute und jedem Kilometer, den wir fuhren, wurden die Umrisse genauer und die Insel besser erkennbar. Wir bewegten uns geradeaus auf eine riesige, steile, Steinwand zu, die sich direkt vor uns erstreckte. Über dem steilen Abhang ragten paradiesisch grüne Bäume empor. Die Farben des braunen Gesteins zusammen mit dem Grün der Bäume und das strahlende Blau des Himmels sahen unglaublich beeindruckend aus. Vor der Steinwand schwenkten wir nach rechts und umfuhren die Steine mit einem weiten Bogen. Noch während wir diese Kurve fuhren, bot sich uns schon der nächste gewaltige Anblick. Vor uns lag die große Anlegebucht der Insel. Mitten im türkisfarbenen Wasser, welches in herrlichen Kontrast zu dem hellen Sandstrand lag. Links von uns erstreckten sich weiterhin Klippen zusammen mit allen möglichen Pflanzen. Doch zwischendurch ging das massive Gestein immer mal wieder ein Stückchen zurück und bot so Platz für herrliche kleine Buchten mit feinem Sand. Ein Bild wie im Paradies. Auch der Hafen ansich war traumhaft. Mit kleinen Holzhäusern, verwinkelten Straßen mit Restaurants und Cafés und vielen, vielen kleinen Booten, die (nun bei Ebbe) auf dem Sand oder im seichtem Wasser lagen. Die Farben der kleinen, bunten Boote in Kombination mit dem Wasser strahlten intensiv.


  

Unsere Fahrt mit solch einem kleinen Boot zu unserem (wirklich sehr abgelegenen) Hotel, war ein kleines Abenteuer für sich. In der Bucht der Insel fing noch alles ganz harmlos an. Es schaukelte etwas und ab und zu Spritze die Gischt ein wenig, war bei der Hitze jedoch sehr angenehm war. Doch je weiter wir die Insel (weiter links herum) umfuhren, desto höher und wilder wurden die Wellen und umso nasser würden wir. Natürlich als letztes aufgestiegen hatten wir nun das Vergügen ganz vorn sitzen zu dürfen. Ganz vorn bedeutet in diesem Fall auch ganz nass. Nachdem wir einige Minuten gefahren waren und schon die eine oder andere Welle mitgenommen hatten, wurde vor uns eine Plane heruntergelassen. Der Oberkörper -der Personen, die in der Mitte saßen (so wie ich hehe)- waren dadurch zwar geschützt, aber in unseren Schuhen bildete sich trotzdem ein See. Zwei Personen, darunter auch der liebe Alex (ich bin ja nicht schadenfroh 😄) hatten leider, leider das Pech und mussten am Rand sitzen. Zu meinem Vergnügen bedeckte die Plane nur knapp die Hälfte der Personen, die dann eher weniger trocken hier ankamen.


 Doch als wir nur ein paar Meter von unserem Resort langsam auf den Strand zusteuerten und uns die Sicht freigegeben wurde, sahen wir, dass sich die schaukelige Fahrt gelohnt hatte. Unser Resort liegt irgendwo im Nirgendwo. Durch viele hundert Meter, Steine und Pflanzen von der nächsten Hotelanlage abgetrennt. Von dem flachen Strand geht es auf dem Land schon bald steil aufwärts. Die großen Bäume überlagern die kleinen Bungalows des Resorts. Doch nur ein paar Meter weiter oben, vor und zwischen den Baumkronen, kann man ein paar Dächer vereinzelter Häuschen erkennen. Alles erscheint sehr paradiesisch und naturverbunden. Passend also zu dem Namen „Phi Phi Relax Beach Resort“.

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