Marina Hotel

Das Marina Hotel ist eines der Wahrzeichen Singapurs schlechthin. Mit seinen drei Türmen, die am Ende durch die große Terrasse und den Infinitypool verbunden sind, sieht das Gebäude auch einfach nur beeindruckend aus. Es ist ein Muss sich dieses Bauwerk einmal anzugucken. Sei es vom anderen Ende der Marina Bay oder von der Helixbrücke (diese verläuft schräg vor dem Hotel) aus. Meiner Meining nach sollte man jedoch ein bisschen Zeit investieren und das Hotel betreten. Selbst die gigantische Eingangshalle ist unglaublich beeindruckend. Die Größe erinnert eher an ein Einkaufszentrum, als an ein Hotel. Der Boden und die Wände aus hellem Marmor. Von der hohen Decke hängen kunstvolle Verzierungen und durch große Glasscheiben dringt Tageslicht ein. In der Eingangshalle selbst gibt es ein edles Restaurant (mit edlen Preisen). Um dieses herum stehen Bäume und alles ist der Atmosphäre entsprechend beleuchtet. Wer noch oben blickt, der kann nur erahnen, wie viele Zimmer sich in diesem gigantischen Hotel befinden.


  
Auch Besuchen können (für einen Eintrittspreis von Ca 15 Euro) nach oben auf das Dach des Hotels. Allerdings ist der Zugang zum Pool und dem Sonnendeck nur für Gäste des Hotels möglich. Eine Fahrt mit dem Fahrstuhl in den Sands Skypark lohnt sich trotzdem allemal. Von dort oben hat man eine ähnlich atemberaubende Aussicht wie von Riesenrad aus. Nur befindet man sich jetzt noch einige Meter höher (und kann das Singapores Flyer von außen bestaunen). Auch für die Besichtigung dieser Plattform würde ich die Zeit des Sonnenuntergangs empfehlen. So kann man bei Tageslicht die Stadt von oben „erkunden“ und nachvollziehen, welche Strecke man den Tag über in dem Großstadtdschungel zurückgelegt hat. Nach und nach verfärbt sich der Himmel über den Wolkenkratzern langsam orangerot und man kann langsam die Lichter der Häuser angehen sehen. Schließlich ist der Himmel über Singapur dunkel. Dann leuchtet die Stadt mit dem Mond um die Wette. Sich dieses Schauspiel von Natur und Stadt anzusehen, macht den Abend garantiert unvergesslich. Hierbei einfach mal für ein paar Minuten das Handy und die Kamera weglegen und die angenehm warme Luft genießen, die dort oben um einen weht. Für Erinnerungsbilder ist später noch immer genügend Zeit ☺️. Obwohl in Singapur meistens die Sonne scheint, würde ich bei einem Besuch der Plattform trotzdem auf die Wettervorhersage oder die Empfehlung der Angestellten an der Kasse hören. Das Wetter kann schnell umschlagen und dann steht man vor großen Wolken und kann die Sicht nicht richtig genießen. Als wir im Sands Skypark waren hatten wir das Glück, dass es zwei Stunden vorher geregnet hatte. Wir hatten freie Sicht und es hingen vereinzelte Wolken am Himmel, welche sich bei Sonnenuntergang herrlich rot verfärbten. Unglaublich schön anzusehen! Wer zum Sonnenuntergang auf dem Dach sein möchte, sollte an die Kleiderordnung denken (besonders die Männer). Auch wenn es tagsüber brennend heiß in der Stadt ist, so darf man ab 20:00 als Mann nur „Casual Chic“, das heißt mit langer Hose, auf das Deck. Also heißt es sich so durch die Stadt quälen, oder voraussehend einpacken und dort auf Toilette umziehen. Es wäre schade den Eintritt zu bezahlen und nach einer kurzen Zeit wieder runtergeschickt zu werden. Das Personal an der Kasse erinnert einen vor dem Kauf jedoch nochmal freundlich an diese Vorschrift.

  
Wenn man schon auf dieser Seite der Marina Bay ist, so sollte man dem großen Einkaufszentrum dort einen Besuch abstatten. Zwar kann sich bei Normalsterblicher bei Läden wie Chanel, Prada und Louis Vuitton nicht wirklich viel leisten, doch es ist trotzdem herrlich hier einmal langzuschlendern. Außerdem ist die ganze Mall heruntergekühlt, was bei den Außentemperaturen mehr als angenehm ist. Neben den Luxuslabels gibt es sogar ein paar wenige Läden, wo man nicht schief angeguckt, wenn man diese als Touristen (ohne sichtlich viel Geld) betritt. Und bei kleinen Besonderheiten wie ein Comic Café und eine Bäckerei mit faszinierend bunten Leckereien, ist bestimmt für jeden etwas dabei. Sogar in diesem edlen Einkaufzentrum befindet sich im untersten Stockwert eine große Auswahl an günstigem Essen.


  
Die Mall und das Hotel sind durch diverse Gänge miteinander verbunden. Dementsprechend sieht alles edel und sehr gepflegt aus. Auch ein Casino befindet sich dort. Für den Eintritt als Tourist muss man nichts bezahlen, allerdings sollte man seinen Reisepass mitnehmen. Der Eintritt ist hier erst ab 21 Jahren und als Mann kommt man sogar mit kurzer Hose rein. Mit den vielen Spielautomaten und Tischen wird ein perfektes Vegasfeeling gegeben. -nur bitte nicht mit dem Zocken übertreiben 😁

Singapores Flyer

So lautet der Name des gigantischen Riesenrads in der Nähe der Marina Bay. Was bei Tag schon beeindruckend aussieht, wird bei Nacht umso sehenswerter. Nun leuchtet und blinkt die ganze Konstruktion. Eine Rundfahrt dauert knapp eine halbe Stunde. Dabei wird einem ein wundervoller Blick über die Marina Bay geboten. Auch die Gärten auf der anderen Seite kann man lange bestaunen. Es stellt sich nur die Frage zu welcher Tageszeit sich eine Fahrt mit dem Riesenrad mehr lohnt. Wir waren dort nach Sonnenuntergang. Die leuchtenden Lichter der Stadt zu bestaunen und einen Blick auf die ebenfalls bunten Solarbäume werfen zu können ist umwerfend. Auch die Formel1 Rennbahn, welche direkt am Flyer vorbeiführt, kann man betrachten. Wirft man einen Blick hinter die Gärten, so sieht man ein Lichtermeer, welchen von den dutzenden Kontainerschiffen ausgeht, die vor Singapur ankern. Alles in einem ist der Ausblick sehr beeindruckend und lohnt sich allemal. Bei Tag ist eine Fahrt bestimmt auch umwerfend, aber ich würde sie bei Dunkelheit empfehlen. Wenn man Glück hat und die richtige Uhrzeit abpasst, kann man während der Undrehung den Sonnenuntergang bestaunen. Wem eine „normale“ Fahrt nicht ausreicht, für den gibt es besondere Aktionen (die natürlich dementsprechend teurer sind). So kann man während zwei Umdrehungen ein Gängemenü genießen oder Cocktails schlürfen. So bleibt diese Attraktion bestimmt unvergesslich!


  

Singapur – der erste Eindruck

Es dämmerte schon zur Nacht, als wir den Flughafen von Singapur verließen. Natürlich wurden wir am Ausgang extra nochmal kontrolliert – Backpacker sehen aber auch extrem verdächtig aus. Nach kurzem Anstehen wurde uns ein Taxi zugeteilt, welches uns dann in die Innenstadt befördern sollte. Schon während der Fahrt wurde deutlich bemerkbar: wir sind definitiv nicht mehr in Thailand. Der Verkehr war viel ruhiger (es wurde mit Regeln gefahren) und generell wirkte schon nach ein paar Minuten alles ordentlicher und geregelter. Die Sonne ging langsam unter während wir durch eine schöne Allee fuhren. Hinter den Bäumen erstreckten sich die ersten hohen Wohnhäuser. Nach und nach wurden dort die Lichter angeschaltet. Als wir die Innenstadt erreichten, leuchteten uns schon die Gebäude entgegen. Zu unserer Linken war zwischen den Gebäuden immer wieder das Riesenrad Singapores Flyer zu sehen, welches ebenfalls bunt leuchtete und blinkte. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, das Marina Hotel, war auch immer mal wieder kurz zu sehen. Selbst bei der großen Entfernung sah das Gebäude schon beeindruckend aus.

Nach knapp einer halben Stunde kamen wir im Studio M Hotel an. Der erste Eindruck war sehr gut. Die Rezeption hell erleuchtet und sehr modern. Es erinnerte stark an das Mode Sathorn Hotel in Bangkok. Mit dem Fahrstuhl (bei welchem man zuerst die Zimmerkarte einstecken musste, bevor man ein Stockwert auswählen konnte) ging es dann in den sechsten Stock. Von unserem Zimmer aus hatten wir zwar keinen besonderen Blick, dafür war alles modern eingerichtet. Zum Schlafbereich musste man ein paar Stufen erklimmen. Mir gefiel diese Zimmeraufteilung sehr gut, da das Bett (mit einer superweichen Matratze) so noch gemütlicher wirke. Man musste nur aufpassen, dass man sich nicht den Kopf stößt…

Nach kurzer Zimmerinspektion machten wir uns auf den Weg, die Stadt ein bisschen zu erkunden und bei Gelegenheit noch etwas zu essen. Das Hotel liegt direkt am Fluss, welcher zum Hafen führt. Also folgten wir diesem erstmal. Schon nach ein paar Metern kamen wir zu den ersten Restaurants, welche sich von nun an fast ununterbrochen am Fluss aneinanderreihten. Zwischendurch warfen wir einen Blick auf die ausgelegten Speisekarten. Doch diese Preise verschreckten (uns arme kleine Backpacker) eher. Selbst wenn man die Singapurdoller nach dem aktuellen Kurs umrechnete, lag der Preis beispielsweise für eine normale Pizza Margaritha bei knapp zwanzig Euro. Das war dann doch etwas viel. Nach einigen Minuten Fußmarsch den Fluss entlang kamen wir am wundervoll erleuchteten Trader’s Market an. Hierbei handelt es sich um viele kleine Lokale, welche Siedlungsähnlich um einen Platz aufgebaut sind. Sie alle werden überschattet von Baumähnlichen Metallkonstruktionen, welche in verschiedenen Farben leuchten (sie erinnern an die Solarbäume – ein Artikel darüber folgt später). In der Mitte dieses Platzes befinden sich einige Wasserfontänen, welche in der Nacht herrlich beleuchtet sind. Zusammen mit den bunten Farben, die aus dem Boden leuchten, ergibt sich ein schönes Wasserspiel. Aus allen Restaurants erklingt zudem Musik, welche sich vermischt und der Atmosphäre ihren Charme verleiht. In einigen Bars spielt Livemusik. Wenn man nun am „Marktplatz“ entlang geht oder am Fluss neben den Restaurants, dazu die Musik und das leise Klirren von Weingläsern und die warme Sommerluft, die einem um die Nase weht, dann hat man entgültig das herrliche Gefühl von einem entspannten Sommerurlaubsabend nach einem stressigen Tag.


  
 Wir ließen diesen kleinen Trubel jedoch erstmal hinter uns und gingen weiter am Fluss entlang. Nach insgesamt einer halben Stunde kamen wir an der Marina Bay an. Vor uns ragte das gigantische Marina Hotel mit seinen drei Türmen empor. Das Gebäude war hell erleuchtet und sah auch aus einigen dutzend Metern Entfernung wahnsinnig eindrucksvoll aus. Da es freistehend ist und die nächsten hohen Gebäude ein paar hundert Meter entfernt stehen, wirkt der Gebäudekomplex besonders mächtig. Links von dem Marina Hotel war nun das Riesenrad sehr gut zu erkennen. Doch der Blickfang ist natürlich das Hotel mit seinem riesigen Pool und der Dachtterasse, durch welche alle drei Türme miteinander verbunden sind. Dass sich das mächtige Hotel zudem noch im stillen Wasser der Marina Bay spiegelt, verleiht dem Anblick zusätzlich etwas besonderes. So betrachtet man weniger das eigentliche Wahrzeichen Singapurs – die Statue eines Löwen, welche Wasser speit. Auch dieses Kunstwerk ist natürlich hell erläuchtet und perfekt in Szene gesetzt. Doch das Marina Hotel hat sich in den letzten Jahren zu einem Wahrzeichen der Stadt aufgeschwungen, bei dem anderes Sehenswertes doch leicht in Vergessenheit geraten kann.

Nachdem wir den Ausblick über die Bucht einige Minuten genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg und die Suche nach einem (bitte etwas günstigeren) Lokal. Dieses Mal gingen wir auf der linke Seite des Flusses entlang. Hier reiht sich natürlich wieder Restaurant am Restaurant. Nach kurzem Vergleich (die Preise variieren leider nicht sehr stark – es liegt alles im Bereich „eher teuer“) gaben wir dem Zeitdruck nach. Es war schon recht spät und bevor wir garnichts mehr bekommen sollten, nahmen wir die hohen Preise erstmal in Kauf.


Die Atmosphäre war natürlich herrlich. Direkt am ruhigen Fluss zu sitzen, leise Musik zu hören und die vorbeigehenden Menschen zu beobachten. Von dem Essen war ich sehr begeistert. Natürlich war der Preis viel höher als gewollt, aber dafür war die Qualität des Essens exellent.

Satt schlenderten wir am Fluss entlang zurück zum Hotel, wo wir müde ins Bett fielen.