Feeling home in Amsterdam

Amsterdam zählte seit meinem ersten Aufenthalt definitiv zu meinen Lieblingsstädten. Eine Großstadt, die so viel zu bieten und wunderschöne Ecken vorzuweisen hat und trotzdem noch wunderbar ruhig ist und so entspannte und herzliche Menschen beheimatet. Trotz der hohen Einwohnerzahl scheint diese Großstadt einem Energie zu schenken und sie nicht zu entziehen.

Bei meinem letzten Besuch dieser wunderschönen Grachtenstadt ließen wir uns  vollständig von unserer Laune und Intuition treiben und das abseits der überlaufenden Touristenregion rund um das Rotlichtviertel. Ich finde, wenn man einmal alle wichtigen Touristenattraktionen, wie das Anne Frank Haus und diverse Museen, abgeklappert hat und man anfängt Amsterdam abseits der typischen Touristenpfade zu entdecken, lernt man die Stadt erst richtig kennen.

Wir hatten für die zwei Nächte ein Airbnb gebucht, was etwas weiter im Süden der Stadt lag. Genauer gesagt unmittelbar unter den Straatjes de Pjip, meinem absoluten Lieblingsviertel in Amsterdam (ob die Lage wohl zur Entscheidung für dieses Zimmer beigetragen hat..?).

Schon bei der Buchung musste ich feststellen, dass Amsterdam wieder ein Stückchen teurer geworden war und sogar die Hostelpreise mittlerweile utopisch hoch sind. Die Privatunterkünfte sind auch nicht gerade preiswert, aber zu zweit oder in einer Gruppe definitiv noch erschwinglicher.

Wir landeten also Süden der City, in einem wunderschönen ruhigen Wohnviertel mit einer klasse Bahnanbindung an die Innenstadt. Sogar das Parken über das Wochenende war hier vergleichsweise sehr günstig. Wir bezahlten für zwei volle Tage gerade einmal 17€. Für Amsterdam ein echtes Schnäppchen!

Wie die letzten beide Jahre hatten wir auch dieses Mal unglaubliches Glück mit dem Wetter. Tagsüber schlenderten wir ziellos durch die Straßen und Gassen von Pijp rund um den Albert Cuypmarkt, machen Stopp an dem ein oder anderen Concept Store und aßen in einem meiner Lieblingsrestaurants de Wasserette, wo es unglaublich leckere Avocado Toasts gibt.

Wild as the Moon in Amsterdam 🌒🌓🌔🌕🌖🌗🌘

Abends sollte es dann für uns zu einer ganz speziellen Veranstaltung gehen. Zwei Wochen vorher hatte ich durch Zufall entdeckt, dass einer meiner LieblingsDjs Jan Blomqvist genau an diesem Samstag spielen sollte, also wurden ohne lange nachzudenken sofort die Karten gekauft. Die beste spontane Entscheidung!

Allen unter euch, die sich zu den Liebhabern der elektronischen Musik und / oder von besonderen Veranstaltungen zählen, kann ich nur die Wild as the Moon-Veranstaltungen ans Herz legen, die hier in Amsterdam alle paar Wochen stattfinden. Abseits von den Clubs und Partys im touristischen Zentrum fand hier ein wunderschönes Zusammentreffen und Musikbegeisterten und Liebe versprühenden Menschen aller Nationalitäten statt.
Wir kamen zufälliger Weise genau pünktlich an der Halle an, denn als wir durch die Türen traten, machte sich der Duft von esoterischen Räuchern in der Luft breit. Gemeinsam mit den hier zusammen gekommenen starteten wir mit einer Meditation in den Abend, in der wir unsere Freunde und die Liebe mit den Anwesenden teilen sollten. Dieser Start in die Nacht war so erfrischend anders und auch die Menschen, die hier mit uns feierten, versprühten so viel positive Energie, dass mir dieser Abend wohl noch sehr lange im Gedächtnis bleiben wird. Die Menschen, die hier so ausgelassen die Musik und ihr Leben feiern sind bunt zusammengewürfelt. Neben Einheimischen trafen wir ein Pärchen aus dem Libanon, das extra für diese Nacht hierher gekommen ist. Aber egal woher die Leute stammten, an diesem Abend haben sie alle die Freude dieser Musik geteilt. Diese Veranstaltung muss man einfach erlebt haben!

Bevor es am Sonntag wieder nach Hause gehen sollte, schlenderten wir noch durch die Straßen an den Grachten entlang, genossen die Aussicht vom NEMO über den Hafen und aßen (natürlich sehr gesunde) Pommes mit Käse.

Tschüss Amsterdam, bis nächstes Jahr.

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3 Kommentare zu „Feeling home in Amsterdam

  1. Amsterdam ist eine tolle Stadt – vor allem wenn man jung ist, hat diese Metropole so viel zu bieten. Zu meiner Zeit in den 1970ern wird das ähnlich gewesen sein, doch damals gab es leider noch kein Internet, um sich über die Fülle der Events oder Privatunterkünfte wie AirBnB zu informieren und so landeten wir mit unserer vierköpfigen Clique im alten Auto ausserhalb von Amsterdam in einer bezahlbaren Privatpension im beschaulichen Dorf Broek in Waterland, von wo wir dann zu unseren Ausflügen nach Amsterdam aufbrechen mussten. War auch ein tolles Wochenende im Nachhinein erinnert – aber wer wie Ihr die heutigen Möglichkeiten zu Nutzen vermag, der kann viel mehr erleben als wir damals. Es freut mich, Eure Artikel zu lesen und zu sehen, wie Ihr die Welt auf friedliche Weise für Euch erobert und all die vielen anderen Menschen und Kulturen kennenlernt. Wer jung ist, der sollte wie Ihr viel reisen, auch um feststellen, daß die eigene Heimat nicht unbedingt der Nabel der Welt ist.

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  2. Amsterdam sieht wirklich immer so so schön aus und hat so viel zu bieten! Ich würde die Stadt unheimlich gerne mal besuchen, aber bis jetzt bin ich leider noch nicht dazu gekommen… hoffentlich bald! Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich von ihrem Lebensgefühl auch total begeistert sein werde 🙂

    Liebste Grüße
    Pauline ❤

    http://www.mind-wanderer.com

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    1. Dann wird es aber mal Zeit! Ich bin mir sicher, dass du begeistert sein wirst 🙂

      Gefällt 1 Person

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