Little Boho Paradise – Tulum

Strand und Stadt:

Tulum wirkte auf mich sofort wie eine kleine, süße Hippie-Stadt. An den Straßen stehen kleine Verkaufsstände, an denen man typische (und leider total überteuerte) Souvenirs wie Bilder und bunt angemalte Totenköpfe kaufen konnte.


Direkt an die Stadt grenzt der strahlende weiße Sandstrand mit vielen kleinen Hotels. Die Bars sind schön hergerichtet und bunt verziert. Und natürlich hängen überall Schaukeln, von denen man beim Cocktailschlürfen den Ozean beobachten kann. An einem Ende des Strandes grenzen die Klippen mit den Mayaruinen an. Zu Fuß kann man ein Stückchen die Felsen hochgehen und von dort die wunderschöne Aussicht über den Strand genießen. Insgesamt war der Strand nicht ganz so sauber wie der Abschnitt vor meinem Hotel, doch ist dies durch die höhere Anzahl von Hotels und somit Touristen verständlich. Als ich nachmittags an diesem Strand war, war ich trotzdem überrascht, dort weniger Touristen anzutreffen als zunächst vermutet.

Ruinen:

Die Mayaruinen von Tulum haben mich sofort unglaublich begeistert! Über eine weitläufige, übersichtliche Fläche, welche sich über den Klippen am Strand erstreckt, liegen kleine, verfallene Bauwerke der ehemaligen Tempelanlage verteilt. Einige sind besser, einige nicht so gut erhalten. Doch genau das macht den Charme und die Authenzität dieses Ortes aus.

Die gut gepflegten Wege führen kreuz und quer über das Gelände, bis an den Rand der steilen Klippen. Bei gutem Wetter kann man über eine kleine Holztreppe runter an den Strand gehen. Leider war es bei meinem Besuch zu windig und der Abstieg gesperrt. Doch auch die Aussicht von den Klippen hinüber zu anderen Teilen der Bauwerke war beeindruckend. Der Wind wehte angenehm, sodass man die 35Grad heiße Sonne nicht wirklich spürte. Zum Glück war ich durch die letzten Tage schon gut gebräunt, sonst hätte ich mich wahrscheinlich tierisch verbrannt. Also auf jeden Fall gut eincremen!

Am besten fährt man gleich morgens um 8 zur Öffnungszeit zu dem Tempel. Dann hat man ungefähr eine Stunde, bevor die großen Touristenbusse ankommen und alle Wege überlaufen sind. Außerdem ist es vormittags noch nicht unerträglich heiß und man kann den Spaziergang genießen.
Tatsächlich kamen mir beim Verlassen der Anlage gefühlt zehn Busladungen von schwitzende Touristen entgegen. Ich hoffe sie waren alle gut eingecremt.

Cenoten:

Mexico ist unter anderem für seine wunderschönen Cenoten bekannt. Auch rund um Tulum finden sich dutzende dieser natürlich entstandenen Wasserhöhlen.

Ich besichtigte auf Empfehlung die Cenoten Dos Ojos. Dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt. Zusammen mit meinem Guide und mit einer Taschenlampe bewaffnet, schnorchelte ich durch dunkle Höhlen und Gänge. Zwischendurch kamen wir an eine Grotte, an derer Decke hunderte Fledermäuse hingen und schliefen.
Beim Schwimmen musste man sehr aufpassen, um sich nicht an den Stalaktiten zu stoßen, die teilweise bis ins Wasser ragten.

Woran ich leider nicht gedacht hatte, waren die Mosquitos. Bisher hatte ich in Mexico noch nicht viel von ihnen bemerkt, waren sie am Strand und in der Stadt überhaupt nicht gewesen. Doch sobald ich bei der Cenote aus dem Van ausstieg, kamen sie von alles Seiten an. Trotz Neoprenanzug war ich am Ende des Tages von Kopf bis Fuß unheimlich zerstochen. Das kalte Wasser der Cenote kühlte zum Glück angenehm und half so gegen das Jucken.

Cozumel:

Die Innenstadt von Cancún habe ich nur gesehen, als ich dort bei einem Tagesausflug zum Boot gelaufen bin. Doch schon von diesem kurzen Eindruck kann ich sagen, dass die Stadt deutlich touristischer, moderner und westlicher aufgebaut ist, als Tulum. Das Zentrum ist geprägt von Bars und modernen Geschäften, aus denen die Charts dröhnen. Doch um die Stadt soll es jetzt nicht gehen, wir fuhren nämlich mit dem Boot zu der Insel Cozumel.


Von der Unterwasserwelt war ich schon begeistert. Innerhalb von kurzer Zeit sah ich einzelne Quallen, einige Rochen, mehrere Schildkröten und noch mehr Barrakuda. Jedoch waren die Riffe nicht so groß und auch nicht wirklich bunt. Es gab weder schöne Korallen, noch viele bunte Fische (Aber vielleicht bin ich auch einfach nur vom Tauchen auf den Malediven verwöhnt).
Wer keine Angst vor den spitzen Zähnen der relativ großen Barrakuda hat, dem kann ich einen Schnorchel oder Tauchgang auf jeden Fall empfehlen.

Good to know:

Ich war zwar nicht selbst dort, habe aber von vielen gehört, dass sich eine Tagestour nach Chichén Itzá nicht wirklich lohnen soll. Von Tulum aus fährt man einige Stunden dorthin. Alle mit denen ich gesprochen habe meinten, dass es zwar beeindruckend gewesen sei, dieses Weltwunder zu sehen, doch seien die Ruinen in Tulum deutlich schöner, als diese meterhohen Steinklötze. Wer nur direkt in Tulum seinen Urlaub verbringt sollte sich gut überlegen, ob dies eine lange Busfahrt wert ist, um anschließend mit hunderten Chinesen davor zu stehen.

Wer sich in einer der großen Hotelanlagen zwischen Cancún und Tulum aufhält und in die Stadt möchte, der muss nicht unbedingt ein teures Taxi nehmen. Vor den Hotels gibt es Sammelstellen, an denen alle paar Minuten öffentliche Verkehrsmittel, in Form von Vans halten und Wartende aufsammeln. Zwar muss man sich erst an die mexikanische Fahrweise gewöhnen, doch sind die Fahrer sehr zuverlässig. Auch was das Rauslassen an der richtigen Hotelanlage betrifft. Als ich von der Stadt abends nach Hause wollte und dem Fahrer den Namen meines Hotels nannte, war ich besorgt, dass dieser mich während der 30minütigen Fahrt wieder vergessen würde. Doch ich wurde heil an meinem Hotel abgesetzt. Für eine Strecke bezahlte ich umgerechnet ein paar Euro (gut, wenn man mitbekommt wie viel die Einheimischen bezahlen müssen).

12 Kommentare zu „Little Boho Paradise – Tulum

  1. Wunderschöne Bilder! Da kommt sofort Urlaubsstimmung auf. In einer Cenote zu schwimmen muss einfach traumhaft sein …
    Liebe Grüße, Simone

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  2. Super schön geschrieben, liebes 🙂 warst du alleine unterwegs? 🙂

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    1. Danke 🙂 war mit meinem damaligen Freund dort

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  3. Sieht echt wunderschön aus! Hab auch erst überlegt mein Auslandssemester in Mexiko verbringen und gerade bereue ich meine Entscheidung dagegen ein bisschen 😀

    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Dann würde ich dort wenigstens einmal Urlaub machen 😄

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      1. Ist auf jeden Fall geplant 😀

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  4. Wir waren in den Osterferien 2005 in Mexiko (unsere Silberhochzeitsreise). Zuerst machten wir eine fünftägige Rundreise mit dem Bus über die Halbinsel Yukatan und waren auch in Chichen Itza und Uxmal. Damals durfte man in Chichen Itza noch auf die hohe Pyramide! Die Ruinenstädte und die Kultur der Maya fanden wir sehr beeindruckend. Wir machten auch einen Ausflug nach Cozumel und tauchten mit einem U-Boot ins Riff ab. Es war damals schon eine sterbende Unterwasserwelt. Heute ist es sicher noch schlimmer. Am schönsten waren die zehn Tage im fünf-Sterne-Hotel in Tulum. Wir machten wunderschöne Strandspaziergänge und fanden einsame Badebuchten. Die Tempelanlage dort ist natürlich von der Lage am Meer her traumhaft, obwohl es die jüngste von allen Ruinenstädten ist. Wir denken noch immer an diesen unvergesslichen Urlaub zurück!

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    1. Das klingt nach einer traumhaften Reise! Und tulum hat mich auch verzaubert 🙂

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      1. Es war toll. Aber die letzten Jahre auf unserer Animation mea waren noch viel schöner, weil wir jetzt viel mehr Zeit und Muße beim Reisen haben.
        Dir weiterhin viele traumhafte
        Reisen!🗺️

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  5. Autsch! Unser Schiff heißt natürlich ANIMA MEA !

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