Stille Oasen, Tajine und Couscous 

In Marrakech gibt es unglaublich viele Orte zu entdecken. Eigentlich müsste man jedes einzelne Riad besuchen und jeden einzelnen Innenhof erkunden, um die Vielzahl der wunderschönen Plätze abzudecken. Da dies zeitlich jedoch so gut wie unmöglich ist, sind hier die wichtigsten und auch meine liebsten Orte, die man während einer Reise auf keinen Fall verpassen darf. 

Bahia Palace

Dieses alte Palastgelände erstreckt sich weitläufig am Rande der Innenstadt. Die breiten Wege sind gezäumt von blühenden Pflanzen und unzähligen Orangenbäumen. In der Anlage finden sich dutzende Springbrunnen, Mosaikwände und -wege und wunderschöne filigrane Verzierungen. Boden, Wände und die Decken sind bunt verkleidet mit immer wieder neuen Mustern. Am besten besucht man diesen Platz am frühen Morgen, da sonst die Touristenmassen durch die Tore Strömen und die Stille stören. 



Le Jardin Majorelle

Einen guten Fußmarsch vom Zentrum entfernt findet man diese wunderschöne, bunte Oase. Im Schatten der großen Bäume lässt sich die Hitze wunderbar aushalten. In der Mitte verbindet ein kleiner Bach zwei Wasserbecken, umringt von exotischen Blumen und Kakteen. Verschlungene Wege führen zwischen den Pflanzen hindurch zu einem Monument in Andenken an Yves Saint Laurent. Außerdem kann man sich die YSL-Love-Ausstellung ansehen. Wirklich schöne bunte Bilder, die die Liebe thematisieren. Neben der Gallery liegt ein kleines Fischbecken unter einem Lianenbewachsenen Pavillon. Besonders schön fand ich an dem Garten, dass die kleinen Gebäude bunt angestrichen sind und so wie bunte Farbtupfer zwischen den grünen Blättern liegen. Natürlich findet man auch hier verschnörkelte Türen. Je länger man sich in dem Garten aufhält, umso mehr entdeckt man. 


Ben Youssef

Dieser Ort lässt mich noch immer träumen. Wie aus einem Märchen entnommen finden sich an jedem Platz Schnörkel, Verzierungen und Mosaike. Dutzende Tore und Türen weisen unterschiedliche Muster auf. Der Boden und die Decke sind, ähnlich wie im Bahia Palace mit den kleinen Mosaiksteinchen verziert. In dem großen Innenhof wird die verschnörkelte Wand unterbrochen von kleinen Fenstern im ersten Stock. Auch innerhalb des Gebäudes gibt es kleine Innenhöfe, nicht mehr als ein paar Quadratmeter groß. In dem Gewirr von schmalen Gängen und Treppen kann man sich leicht verlaufen, doch entdeckt man so immer mehr kleine Fenster mit neuen Aussichten und Balkone. 

Rund um den Hauptplatz finden sich dutzende Cafés und Restaurants. Mein Favorit versteckte sich allerdings ein bisschen abseits von dem Lärm. Das Atay-Café ist ein süßes kleines Restaurant mit einer wunderschönen Aussicht über die Stadt. Nur einige Meter entfernt ragt der Turm einer Moschee zwischen den Dächern in die Höhe. Essen mit perfektem Ausblick also. Die marokkanische Gerichte sind super lecker. Würziges Couscous oder Reis mit viel Gemüse. Natürlich in einer traditionellen Tajine zubereitet (das sind runde aus Lehm geformte Behälter, in denen das Essen gegart wird). Dazu frische Säfte und natürlich Tee. Zum Nachtisch gab es immer die leckersten Obstsalate mit frischem Saft. Perfekt, um sich für den restlichen Tag zu stärken

3 thoughts on “Stille Oasen, Tajine und Couscous 

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