Die rote Perle 

Schmale Gassen, rote Wände und bunt verschnörkelte Türen. Das ist die Medina von Marrakech. In dem Wirrwarr von Gängen haben sich unzählige Händler mit ihren kleinen Ständen niedergelassen. Von Früchten über Lampen und Teppichen hin zu kleinen Figürchen und Kleidung findet man hier wirklich alles. Lautstark und teils aufdringlich versuchen die Männer und Frauen ihre Ware an die Touristen zu bringen. Ich stöbere gerne an solchen Ständen und mit ein bisschen Glück wird man nicht sofort von den Händlern belagert.


This door-thing in Marrakech 🙂


Zwischen den bummelnden Touristen und Einheimischen flitzen immer wieder Rollerfahrer entlang. Hin und wieder bahnt sich ein Eselskarren seinen Weg durch die viel zu engen Straßen. Zwischen diesem Getummel schleichen die vielen kleinen Straßenkatzen umher, auf der Suchte nach Fleischresten von den Schlachterständen. Der Geruch von herben, orientalischen Gewürzen hängt in der Luft. Wer diesem Gewühl entgehen will, muss nur durch eine der schweren Türen gehen, hinter denen sich die Riads der Stadt befinden.

Es ist unglaublich, wie still es in den Innenhöfen ist. Während draußen die Stimmen der Verkäufer durch die Gassen klingen, unterbrochen durch das Hupen der Motorradfahrer, hört man hier nur leichtes Vogelgezwitscher. Eine kleine Oase, um dem Getümmel zu entgehen.


Jedes Riad ist liebevoll hergerichtet. So auch unsers, das Riad al Loune. Überall sind kleine Verzierungen zu entdecken, Pflanzen zieren den kleinen Hof. Von der Dachterrasse aus kann man die Dächer der Stadt überblicken. In der Ferne zeichnen sich die Umrisse des Atlasgebirges ab, verschleiert von einer leichten Wolkendecke. Besonders die Abendstunden kann man hier oben genießen. Während die Sonne langsam sinkt, fangen die roten Dächer an zu glühen. Die ganze Stadt schimmert rötlich. Währenddessen fangen die Gebetsrufer der umherliegenden Moscheen mit ihrem Gesang an. Dies ist das einzige Geräusch was von der Stadt bis ins Riad dringt. Der Gesang der ersten Moschee fängt an, die Umherliegenden stimmen nach und nach ein, bis ein ungleicher und beeindruckender Kanon ertönt und durch die engen Straßen dröhnt.

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