Tongarirocrossing 

19,4 Kilometer Alpine Crossing in vorgesehenen 6 Stunden und 20 Minuten. Das war der Plan. Um fünf Uhr morgens klingelte der Handywecker. Bei eisigkalten Temperaturen und klarem Sternenhimmel bereiteten wir uns für diese Tour vor. Passend zum Sonnenaufgang erreichten wir den Anfang des Tongariro Alpine Crossing. In der Ferne erhob sich mächtig der Vulkan aus dem morgendlichen Nebelschleier. Hoch motiviert und in drei Kleidungsschichten eingepackt begaben wir uns auf den Pfad. Zu Beginn noch flach führte uns der Weg durch die unberührte, kühle Natur welche diese Seite des Vulkans darstellte. Neben dem Weg flossen schmale Bäche und Rinnsale.  Der leichte Nebel der über uns lag hüllte die Steine und flachen Gräser um uns herum ein und tauchte so die ganze Umgebung in eine mystische Atmosphäre.


Gemeinsam mit der Sonne kletterten wir immer höher. Schließlich lag das lange Tal, welches wir durchquert hatten tief unter uns. Die frühmorgendlichen Sonnenstrahlen ließen den Morgentau auf Steinen und Pflanzen leicht schimmern. Eine kurze Verschnaufspause um diesen einmaligen Ausblick zu genießen und im Gehirn abzuspeichern.

Nun folgte der steilste Aufstiegspart. Mühsam bezwangen wir die Höhenmeter und kamen gefühlt doch nicht wirklich voran. Mit jedem Meter kamen wir den Wolken ein Stückchen näher und schon bald befänden wir uns in ihnen. Schnell flogen die Fetzen um uns herum, angetrieben von dem eisig wehenden Wind in 2000 Meter Höhe. Die Böhen rasten die letzten Meter des Vulkans hinauf und wurden über den Gipfel gezogen, um dort federleicht und ruhig weiterzuschweben. An dieser Stelle war die Stärke des Windes deutlich zu spüren. Sprang man hoch, so wurde man einen Meter nach vorn getragen. Direkt vor und hinter uns ging es steil in die Tiefe. Zu unseren Seiten hin erhoben sich die Felsen. Wir befanden uns direkt in der Schleuse des Windes.


Von dort aus ging es nochmals bergauf zum höchsten Punkt dieser Route. Vor uns lagen die Ausläufer des Vulkanes im warmen Mittagssonnenlicht. Zwischen den dunklen Steinbrocken schimmerte das Wasser dreier Seen in der Sonne. Durch verschiedene Mineralien ist das Wasser dieser so verfärbt, dass es türkis, grün und gelblich glänzt. So lagen die drei Seen wie getropfte Farbklekse eines Malers in der sonst eher trostlosen Umgebung. Ein unglaublicher Ausblick!


Der Abstieg erwieß sich als einfach und zu meinem Bedauern langweilig. Auf einem Holzsteg schlängelten wir uns den Berg hinunter. Nach dem anstrengenden Aufstieg waren wir erschöpft und froh, als wir endlich den Parkplatz und so das Ende unserer Tour vor uns sahen.

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1 Kommentar zu „Tongarirocrossing 

  1. wunderbarer Artikel mit tollen Bildern!

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