Eine unglaubliche Natur 

Schon als wir im Flugzeug saßen und uns den Auckland Airport nährten, konnten wir uns ein erstes Bild von der wahnsinnigen Natur Neuseelands machen. Wir flogen entlang der Küste, welche von dunklen Stränden und schroffen Klippen geprägt war. Das blaue Wasser des Ozeans brach weiß schäumend an dem dunklen Gestein und zeichnete so die Umrisse der Landzunge fein nach. Hinter den kalten Klippen erhoben sich dunkelgrün die gewaltigen Berge und Hügel des Innenlandes. Von den Wolken aus war gut zu erkennen, wie verwinkelt diese riesigen Weideflächen und Waldabschnitte waren und wie tief sie in die Täler hinabfielen, um gleich darauf am nächsten Berg wieder in die Höhe zu wachsen. Zwischendurch waren kleine Städte und Dörfer sichtbar. Die kleinen Häuser lagen wie Schneeflocken in dem satten, dunklen Grün der Natur rings umher.


Um ihre einzigartig erhaltene Natur und Artenvielfalt zu schützen hat Neuseeland sehr strenge Einreisekontrollen. Besonders auf jegliche Art von Essen wird hier geachtet. Wer versucht etwas mit ins Land zu schmuggeln (oder einfach etwas in seiner Tasche vergessen hat), muss mit harten Geldstrafen rechnen. Sogar unsere Schuhe mussten wir vorzeigen, dass kontrolliert werden konnte, ob nicht zu viel Erde und Dreck an diesen hänge. Doch bei dieser wunderschönen, unberührten Natur wird einem schnell klar, wieso der Staat seine Natur schützen und aufrecht erhalten will.

Mit unserem Camper machten wir uns auf Richtung Cathedral Cove. Allein kurvige, bergige Fahrt dorthin bot uns viele atemberaubende Ausblicke auf Neuseelands Natur. Zunächst fuhren wir an der Küste entlang. Links von uns schimmerten die Umrisse des Küstenabschnittes rund um Auckland durch den leichten Nebelschleier, welcher sich über das Wasser gelegt hatte. Vor uns ragten immer wieder Bergausläufer ins Wasser hinein. Mit jeder kleinen Kurve die wir fuhren, veränderten sich diese Landabschnitte neu. Jede Perspektive bot einen anderen unglaublichen Ausblick auf die Küste vor uns.



Als wir weiter ins Landesinnere fuhren, machten wir schnell so einige Höhenmeter gut. Schon bald befanden wir uns kurz unter den tief hängenden Wolken. Wie Zuckerwatte klebten sie an den Spitzen der Hügel. Obwohl die Sonne von einer dicken Wokenschicht verdeckt war, strahlte uns das Grün der Wiesen und Wälden förmlich an. An einigen Stellen ragten kleine Buchten in das grüne Meer hinein und unterbrachen es mit einem kalten Blau.

Die kurvige Spritztour zum Cathedral Cove hat sich voll und ganz gelohnt. Nach circa 45 Minuten Fußmarsch, vorbei an Wäldern während man eine überragende Aussicht aus den Ozean hatte, erreichten wir die von der Natur geformten Steine. Es ist unglaublich, wie sich hier im Laufe der Jahre das Wasser durch den massiven Stein gegraben hat, bis letztendlich dieser riesige Durchgang am Strand entstand. Aber auch die hohen Felsklippen mit den wild wuchernden Pflanzen am Abhang sind beeindruckend. Die Steine ragen so mächtig in die Höhe, während zu ihren Füßen das kühle Wasser vorsichtig an den Strand rollt und so seine Spuren im Sand hinterlässt.

Nur wenige Minuten entfernt lag schon unser nächster Stop: Hot Water Beach. Wir mussten zwar auf die Low Tide warten, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Gegen halb 5 füllte sich der Strand mit einer Menschenmasse. Alle mit Schaufeln bewaffnet. Und dann ging das Graben und Buddeln los. Unter diesem kleinen Strandabschnitt befindet sich kilometertief ein riesiger heißer Stein. Dieser strahlt so viel Wärme aus, dass das Grundwasser an dieser Stelle zum Teil brühend heiß ist. Man buddle sich seinen eigenen kleinen Pool an der richtigen Stelle und genieße das perfekt warme Wasser bei circa 15 Grad Außentemperatur.

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