Fraser Island 

Mit einem 4WD am Strand entlangsausen, Fenster unten, damit der Wind schön um die Nase weht, während die Sonne sich auf der Motorhaube spiegelt und die Wellen direkt neben den Reifen auf den Sand rollen. Klingt nach einem perfekten Sommertag. Möglich ist dieser auf Fraser Island. Vom Festland aus ist die größte Insel Queenslands mit der Fähre zu erreichen. Auf der Indel selbst sind nur Fahrzeuge mit Allradantrieb erlaubt. Schnell wurde uns auch klar wieso. Auf ganz Fraser gibt es keine ausgebauten Straßen. Über sandige Pfade geht es daher durch den Urwald. Allein diese Fahrt macht den Trip auf die Insel lohnenswert. Über die holprigen Wege zu fahren, während man auf seinem Sitz bei jeder Kuhle mitrattert und auf und ab hüpft, während außen die pure, unberührte Natur vorbeizieht ist ein tolles Erlebnis.

Natürlich hat die Insel als Touristenattraktion auch ordentlich was zu bieten. Das wohl beliebteste Ziel ist der Lake McKenzie. Als wir dort ankamen, wussten wir sofort wieso. Von einer kleinen Anhöhe aus kann der ganze See überblickt werden. Der Anblick, welcher sich dem Besucher hier bietet ist prächtig. Lake McKenzie strahlt einem mit seinem glasklaren, hellblauen Wasser entgegen. Der feine weiße Sandstrand leuchtet in der Sonne und kontrastiert die kräftige Farbe des Sees. Er wird umschlossen vom dem kräftigen grün der vielen Bäume. Wenn zusätzlich die Sonne scheint und keine Wolke am Himmel ist, dann kommt das Farbenspiel erst richtig zu Geltung. Das Wasser strahlt mit dem Sand um die Wette. Es ist schwierig zu sagen welches Blau satter und kräftiger ist: das des Sees oder des Himmels. Befindet man sich im angenehm kühlen Wasser Lake McKenzies, so findet man sich im endlosen Blau wieder, welches nur zum Seegrund hin dunkler wird. Die prächtigen Farben dieses Ortes wird man nicht so schnell vergessen.


  
Wenn man den Wald verlässt, so befindet man sich am kilometerlangen Strand. An der Ostseite der Insel ist dieser befahrbar.  Wie auf einem Highway sausen hier die Allradwagen aneinander vorbei. Mit bis zu 80km/h darf man über den harten Sand fahren. Ein einzigartiges Erlebnis. Während man so über den endlos erscheinenden Strand fährt, zieht neben einem die unberührte Natur vorbei. Auf der Landseite erstreckt sich der Wald mit seiner vielfältigen Flora. Zwischendurch wird das Dickicht von hohen Felsen unterbrochen. Diese ragen mächtig empor und erstrahlen in verschiedenen Farben. Jede Gesteinsschicht hat durch Mineralien eine andere Nuancé angenommen. So bieten die Felsen ein Farbenspektakel, welches sich herrlich von dem Grün der nah wachsenden Pflanzen abhebt. Leuchtet nun die Sonne auf das Gestein, so scheint der Fels förmlich zu glühen. Die warmen Sandtöne kontrastieren sich perfekt mit dem blauen Himmel und sehen selbst im vorbeifahren spektakulär aus. Auf der anderen Seite rollen die Wellen der rauen See an den Strand. Das Wasser hier sieht im Vergleich zu dem strahlend blauen Wasser des Lake McKenzies düster und wild aus. Wenn sich nun noch dunkle Wolken vor den Himmel schieben wird die Kulisse perfekt. In der Ferne sahen wir eine gewaltige Regenfront, welche sich direkt auf uns zuschob.


  

Am nördlichen Ende des befahrbaren Strandes liegen die Champagnepools. Hierbei handelt es sich um Naturpools, welche direkt neben dem weiten Ozean liegen. Ab und zu schwappen hohe Wellen über das Gestein und füllen die Pools mit neuem, kalten Wasser. Die Pools ansich sind sehenswert und die einzige Möglichkeit auf der Insel im Salzwasser des Ozeans zu baden (am Strand ist dies aufgrund der starken Strömung, Haien und hochgiftigen Quallen verboten). Da wir jedoch vorher die Figure8 Pools bestaunen durften, waren wir von diesen Naturpools nicht wirklich begeistert.


  

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