Sunny Melbourne

Die nächste große Stadt auf unserem Plan war Melbourne. Hier sollten wir auch unsere letzten Nächte in einem richtigen Bett im Hostel verbringen, bevor es im Auto los zum Road Trip geht. Wir haben uns für ein paar Nächte im Space Hotel (ein wirklich sehr zu empfehlendes Hostel) einquartiert. Von dort aus erkundeten wir nun eine Woche lang die Stadt.

Melbourne ist großartig. Auf den ersten Blick erinnert sie an Perth: hohe Gebäude und strahlend blauer Himmel bei sommerlichen Temperaturen. Doch natürlich hat diese Stadt weitaus mehr zu bieten. Da unser Hotel schön zentral liegt bot es sich uns an, die Stadt erstmal zu Fuß zu erkunden. Man findet sich hier zum Glück schnell zurecht, da es hier nur Blocks gibt und die Straßen so parallel zueinander verlaufen. Wer nicht die Motivation aufbringen kann zu Fuß die Straßen abzulaufen, kann auch mit der Tram fahren. In viele Bereichen, in denen die Bahn fährt, sind die Fahrten sogar umsonst. Leichter kann man wohl nicht an sein Ziel gelangen. Trotzdem laufen wir die Strecken lieber, da man sich so umsehen und neue Sachen entdecken kann.

Wir fingen ganz klassisch an, und liefen erstmal die Straße entlang bis zum Fluss. Ein Fußmarsch hierher lohnt sich auf jeden Fall. Egal ob bei Tag oder Nacht. Bei Tag hat man eine schöne Aussicht auf die hohen Gebäude der Stadt, die das Licht der Sonne reflektieren. Bei Nacht ist es hier (meiner Meinung nach) noch herrlicher. Dann kann man entspannt am Fluss entlanglaufen und die glitzernden Lichter der Stadt beobachten. Vor dem Crown -ein gewaltiger Gebäudekomplex mit Hotel, Casino, Läden und Restaurants- kann man sich gemütlich hinsetzen und der Musik lauschen, die aus den kleinen Lautsprechern tönt. Besonders schön wird die Atmosphäre durch die vielen Lichterketten, die in den Baumkronen der Bäume rings um die Sitzgelegenheiten hängen. Obwohl Melbourne eine ziemlich große Stadt ist, ist es -besonders abends- erfreulich ruhig. So kann man sich wirklich entspannen und die warme Sommernachtsluft genießen.


 Alle Stunde gibt es hier eine Feuershow, bei welcher Flammen aus den großen Steinsäulen emporschießen.


Wenn man sich schonmal dort befindet, sollte man unbedingt einen Blick ins Crown werfen. Dieses überaus edle Hotel trägt seinen Namen zurecht. Ähnlich elegant wie das Marina Hotel in Singapur, ragt es am Fluss zwischen den anderen Gebäuden empor. Innen ist alles edel eingerichtet und das Personal ist höflich zuvorkommend (selbst wenn sichtbar ist, dass man nicht zur High Society gehört, die normalerweise hier residiert). Zwar kann man sich auch bei den Geschäften hier -es handelt sich natürlich wieder um Luxuslabels- wieder nichts leisten, doch ist das Ambiente sehr angenehm. Sein Glück kann man in dem großen dreigeschossigen Casino herausfordern, welches keinen Wunsch offen lässt (man kommt hier ohne Dresscode und ab 18 rein). Wer sich stärken möchte kann dies in einem der vielen Restaurants tun. Die Preise sind zwar hoch, doch noch im Rahmen bezahlbar.


Wer ein bisschen laufen und einen fabelhaften Blick haben möchte, der sollte sich unbedingt ein paar Minuten vom Zentrum entfernen. Etwa fünfzehn Minuten vom Crown entfernt kann man in einem Park einige Treppen erklimmen (diese führen eigentlich zu einem Eingang von einem Museum). In diesem waren wir zwar nicht drinnen, doch hat man von dort eine wunderbare Aussicht auf Melbourne. Die Skyline erstreckt sich groß vor einem. Wer genau hinsieht, kann in einer Fassade der Gebäude die Schattierungen eines Gesichtes erkennen. Der kleine Spaziergang lohnt sich sehr. (Wie immer) sieht dieser Anblick bei Dämmerung natürlich noch spannender aus. Auf jeden Fall ist es schön, am Park entlangzugehen und sich dann in der Sonne auf die warmen Stufen zu setzen und einfach die Gegend ein bisschen zu beobachten.


  
Wer abends in der Stadt unterwegs ist und Tiere mag, der sollte unbedingt einem Park einen Besuch abstatten. Dort tummeln sich viele kleine Opossums. Diese nachtaktive Tierchen hocken in der Nähe von Bäumen oder klettern auf diese drauf. Auf dem Boden sind sie eher scheu, doch hängen sie in einem Ast, werden sie sehr neugierig. Strecke man die Hand nach ihnen aus, so lassen sie sich an ihrem Schwanz herab und versuchen nach einem Finger zu greifen. Nur sollte man mit der Hand lieber ein paar Zentimeter Sicherheitsabstand halten, denn die kleinen Kerlchen beißen gerne mal zu. Süß sind sie trotzdem allemal.


  
Was mir an Melbourne sehr gut gefällt sind unter anderem die vielen Strassenmusiker, die vor allem nachmittags und abends hier auftreten. Es gibt nichts besseres, als sich an einem großen Platz auf die aufgewärmten Steine zu setzen und der Livemusik zu lauschen, während die Sonne langsam untergeht und die Stadt um dich herum ruhig wird. Einige Musiker sind hier mit richtig viel Ausrüstung unterwegs. Mir gefällt am meisten die Mischung von Electroklängen zusammen mit Schlagzeug und Gesang. Wenn sich dann dutzende von Menschen versammeln, alle für einen Moment ruhig sind und ihre doch so wichtigen Pläne vergessen, um einfach nur den Tönen zu lauschen, dann ist der Moment perfekt. Auch wenn dies ansich nichts spektakuläres ist, so bleiben einem diese Minuten doch in schöner Erinnerung.

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