Rottnest Island und kleine neue Freunde

Ein wichtiges Ziel von Perth aus war Rottnest Island, das zu Hause der kleinen, süßen Quokkas. Also ging es mit der Fähre um halb neun in Richtung dieser schönen Insel. Wir starteten direkt von Perth aus. Es besteht die Möglichkeit auch von Freemantle aus auf die Fähre zu gehen, aber ich würde jedem raten von Perth aus zu fahren. Zwar hat man dann pro Tag nur eine Hin- und Rückfahrzeit, aber der Blick während der ersten 15 Minuten lohnt sich. Man fährt auf dem Fluss zwischen den wohl teuersten Häusern (eher Villen) Australiens entlang. Ein bisschen Neid macht sich dann zwar schon breit, aber diese Gebäude sind einfach toll anzusehen. Egal ob modern mit riesigen Glasfronten oder wunderschön in Toskanastyle. Bei diesen Anlagen kommen wohl die Meisten ins Träumen.

Schon bald konnte man am Horizont eine kleine Insel erkennen, die schnell immer Näher kam. Da wir von dem Fährenunternehmen keine Fahrräder leihen konnten (die vermieten täglich ein paar hundert, die wirklich immer alle genommen werden – also lieber ein paar Tage vorher drum kümmern), müssten wir uns auf der Insel noch welche besorgen. Bei diesem Verleih gab es zum Glück noch reichlich Bikes und wir konnten schnell aufbrechen. Auf den ausgeteilten Inselkarten konnte man erkennen welche Strecke in welcher Zeit zurückgelegt werden kann. Wir entschieden uns zu mehreren Stellen zu fahren, an denen man Schnorcheln konnte.

Endlich mal wieder auf dem Fahrrad zu sitzen, während die warme Sommerluft durch die Haare weht und die Haut umschmeichelt, ist ein wunderbares Gefühl. Hinzu kommt die perfekte Aussicht, die man von den Wegen am Rand der Klippen genießen kann. Die Farben der hellen Steine strahlen durch die Sonne und die Wellen des Ozeans glitzern magisch. Alles ist ruhig und man hört nur das Rauschen und Plätschern, wenn das Wasser an die steilen Steinwände der Insel prallt. Alle Besucher sind hier zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Nur circa alle zehn Minuten kommt ein kleiner Shuttlebus für die Inseltour vorbei.



Nach zwanzig Minuten Berg auf und ab (diese Insel ist hügeliger als gedacht) kamen wir an unserem ersten Halt an. Es handelte sich um eine kleine Bucht mit einem Korallenriff nur ein paar Meter von dem Strand entfernt. Das Wasser war schön ruhig und sah wundervoll einladend aus. Vom Fahrradfahren in der Sonne waren wir gut aufgeheizt, also kam eine Erfrischung passend. Schnell rein ins Wasser. Und schnell wieder raus. Obwohl es kristallklar stark an die Buchten in Thailand erinnerte, war die Temperatur nicht einmal annähernd an Thailand dran. Eher an der Nordsee. Aber da müsste man jetzt durch. Also Schnorchelsachen angezogen und ab ins (sehr) kühle Nass. Die kalten Temperaturen haben sich dann doch noch gelohnt. Das Riff mit seinen vielen Fischen sah sehr schön aus. Zwar war es nicht sehr farbenprächtig, doch hier und da tauchte dann doch ein gelb- oder rotgestreifter Fisch auf, der dem Bild einen Farbtupfer verpasste.


Nach dem ersten Schnorchelgang fuhren wir wieder an der Küste entlang, weiter zu einem anderen Tauchpunkt. Rund um die Insel gibt es viele verschiedene Plätze zum Schnorcheln. An einigen liegen sogar kleine gestrandete Schiffwracks. Zu solch einem fuhren wir. Es war sehr interessant anzusehen, wie innerhalb sich von 50 Jahren um das Metall ein kleines Korallenriff gebildet hat, in welchem nun hunderte Fische leben. Leider war an diesem Punkt die Strömung sehr stark und man musste aufpassen, dass man nicht gegen das Wrack oder eine Koralle gedrückt wurde.

  

Unseren letzen Punkt haben wir eher zufällig gefunden. Wir wollten auf dieser Insel noch unbedingt Quokkas sehen (und möglichst ein Bild mit ihnen machen). Als wir auf dem Weg zurück zum Anlegepunkt waren, saßen zwischen den ganzen Touristen sieben von diesen kleinen, süßen Tierchen. Diese waren (im Gegensatz zu anderen einzelnen Tieren die wir gesehen haben) sehr zutraulich und ließen sich streicheln (was eigentlich verboten ist..). Ein Selfie mit ihnen zu machen stellte sich dann doch als etwas schwieriger heraus, da keines der Tiere so wirklich still verharren wollte. Nach ein paar Minuten hatten wir es dann aber doch noch geschafft :).


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