Phi Phi view point

Bevor wir hierher gefahren sind, habe ich schon des Öfteren im Internet Bilder von dieser schönen Insel gesehen, die von dem view point aus geschossen wurden. Jeder hat diese hochgelegene Stelle bestens empfohlen. „Man muss diesen Ausblick einfach mal gesehen haben.“ Also wollte auch ich unbedingt auf eine der höchsten Stellen von Phi Phi Island. Als wir im Hotel zu unserem Zimmer gingen sahen wir schon das Schild, welches den Anfang des Weges nach oben beschreibt.

Gestern Nachmittag beschlossen wir, uns auf den Weg zum Aussichtspunkt zu machen. In einer Broschüre hatten wir gelesen, dass man pro Strecke circa 30 Minuten einplanen sollte. Festes Schuhwerk und genügend Trinken wurde empfohlen. Und das auch zurecht. Allein nach einem kurzen Stückchen bergaufwärts (wir hatten die Hotelanlage noch nicht einmal verlassen) machten sich die hohen Temperaturen und die starke Luftfeuchtigkeit durchaus bemerkbar. Als wir den schmalen Trampelpfand betraten, welcher sich quer durch den Dschungel windet, waren wir schon vom Schweiß durchnässt (besonders schön, wenn man sich gerade mit Aftersun oder Sonnencreme eingeschmiert hat und nun alles wieder an einem herunterläuft). Die 30 Minuten kamen, mit kleinen Trink- und Atmenpausen zwischendurch, gut hin. So erreichten wir, wenig später, völlig außer atmen aber glücklich die Spitze des Berges. Dort befindet sich eine kleine Bude, welche kühle Drinks (sehr begehrt nach der Klettertour) und kleine Snacks anbietet. Von der Holzterrasse aus, hat man tatsächlich einen wundervollen Ausblick. Vor einem liegt der kleine Hafen der Insel, sammt den kleinen Holzhütten und diversen Hotels. Es sind praktisch zwei Buchten, welche sich in der Mitte an den Gebäuden treffen. Vor und hinter diesen zwei Buchten wuchert die Natur vor sich hin. Gegenüber von dem Aussichtspunkt erhebt sich ein weiterer Berg, welcher in allen möglichen Grüntönen bewachsen ist. Die Farben sind (wie überall) einfach herrlich. Ein Aufstieg hierher lohnt sich auf jeden Fall. Ratsam ist dazu jedoch eine etwas kühlere Tageszeit. Den teilweise sehr steilen Anstieg, darf man nicht unterschätzen.

  
  
Sogar der Abstieg hat sich für uns sehr gelohnt. Auf halber Strecke, auf einer kleinen Lichtung, sahen wir plötzlich eine Horde kleiner Affen vor und sitzen. Selbst als wir uns ihnen langsam nährten, verließen sie ihren Platz nicht, sonders beäugten uns zutraulich. Bestimmt sind sie Touristen gewohnt und waren enttäuscht, dass wir nichts zum Essen dabei hatten. Doch auf einmal bewegten sich alle Tiere nach links in eine nahe Baumgruppe. Beim genaueren hinhören konnte man eine Art „Signal“ in Form eines Rufes erkennen. Was auch sehr süß war: ein kleines Affenkind traute sich erst den Trampelpfad vor uns zu kreuzen, als es seine Mama wieder sehen konnte, welche zuvor ein Stück vorgelaufen war. Echte Affen in freier Wildbahn, ohne Tourführer oder Ähnliches zu sehen, war eine schöne Erfahrung. Für die Bewohner der Inseln sind es ganz normale Tiere, wie es für uns Hasen oder Rehe sind. Aber so eine kleine Affengruppe vor sich zu haben, war schon eine kleine Besonderheit.


 Einen Tag später wollte ich unbedingt den Sonnenuntergang von dem Aussichtspunkt sehen. Also nochmal rein in den Urwald, den Trampelpfad entlang, bis man schweißgebadet am Ziel ankommt. Die Sonne stand schon etwas tiefer und der Himmel begann sich langsam zu verfärben. Ich kann im Nachhinein nur sagen: Wow! Das muss man echt erlebt haben. Die Aussicht ansich ist schon ein Traum. Aber zu sehen, wie sich die Sonne immer weiter dem Horizonz annährt, alles um sich herum langsam verfärbt, bis sie schließlich im Ozean verschwindet, ist traumhaft. Das Leuchten der Farben in allen möglichen Rot- und Orangetönen ist einmalig. Der Umriss des Berges vor diesem Leuchten dazu ist grandios und die Buchten, die leicht schimmern sehen einfach nur toll aus. Leider dauert das Spektakel nicht allzulang und man sollte sich fix auf den Rückweg machen. Zwischen den vielen Bäumen wird es noch schneller dunkel. Eine Taschenlampe ist sehr zu empfehlen, ebenso wie Antimückenspray.


  


Sollte man jemals auf Phi Phi sein, sollte man sich unbedingt diesen Ausblick ansehen. Auch ohne Sonnenuntergang ist er lohnenswert.

Instagram – coconeli

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