Phi Phi Relax Beach Resort

In der schönen, ruhigen Phak Nam Bay liegt unser zweites Hotel. Und den Teil mit dem „Relax“ nehmen die hier sehr ernst. Schon als wir ankamen, sah alles paradiesisch schön aus. Das türkise, klare Wasser, der helle Sandstrand, die grünen Bäume und die kleinen Bungalows, aus welchen die Anlage besteht, harmonieren perfekt. Schon jetzt hatte man das Gefühl, man hätte jeglichen Stress und alle Sorgen ganz weit weg irgendwo vergessen. Unser kleines Boot legte ein paar Meter vom Strand entfernt an. Es war Ebbe (die Gezeiten sind hier extrem ausgeprägt) und so mussten wir ein bisschen durch das Knietiefe Wasser waten. Unser Gepäck wurde von den Angestellten zum Strand getragen und so konnte man in vollen Zügen den weichen Sand unter den Füßen und das warme Wasser, welches um die Beine plätscherte, genießen. An der Rezeption wurden wir mit kaltem Wasser begrüßt, was bei den Temperaturen auch dringend nötig war. Schnell waren wir eingecheckt und konnten uns zum Bungalow aufmachen. Zum Glück wurden unsere Rucksäcke auch dorthin getragen, denn wir mussten einige Treppen weit hinauf, bis wir unsere vier Wände für die nächsten vier Nächte erreicht hatten.


 Schon von außen konnte man erahnen, dass der gewohnte Luxus des letzten Hotels definitiv der Vergangenheit angehörte. Das kleine Holzhaus -nur mit einem Vorhängeschloss verschlossen- ist wirklich nur zum schlafen vorhergesehen. Zu Alex‘ Leidwesen. Das Bett ist zwar schön groß, nur ist die Matratze ein klein wenig hart (für meinen Rücken zum Glück perfekt 😁). Ansonsten befindet sich nicht großartig mehr Mobiliar in dem kleinen Zimmer – mehr braucht man ja auch nicht unbedingt. Für ein Bungalow mit Satelitenfernsehen, hätte man gleich den doppelten Preis zahlen müssen. Und bei dem Ausblick und der Natur, ist Fernsehen überflüssig. Hier ist zwar alles sehr naturverbunden und ruhig, doch das Badezimmer ist dann doch ein bisschen zu relaxed. Es beginnt damit, dass sich der Duschvorhang an der falschen Stelle befindet -nämlich dort, wo die Badezimmertür sein sollte. Etwas Privatsphäre ist hier also noch weniger vorhanden, als mit der Galstür in Bangkok. Das Licht (welches für die Bungalows sammt Strom von 8Uhr morgens bis 6Uhr abends abgeschaltet wird) bietet sowieso kaum Helligkeit. Man kann im Spiegel also nur erahnen, wie man gerade aussieht. Das Beste am Bad ist sowieso die Tatsache, dass die spärliche Dusche (ähnelt einem Gartenschlauch mit Drüse) nur eine Temperatur kennt. Und die ist eher kühl. Da es hier aber sowieso immer warm ist, sodass man morgens schon schweißgebadet aufwacht -der Ventilator geht ja um acht Uhr aus-, tut eine kühle Dusche aber auch mal ganz gut. Ist bekanntlich ja auch gesund für den Kreislauf. Solange der Ventilator die Nacht über läuft, lässt es sich ganz angenehm schlafen. Um das Bett herum lässt sich ein großes Moskitonetz herunterlassen. Was mich zuerst verwundert hat, denn den ganzen Tag über hatte ich keine Mücken oder ähnliches gesehen. Als wir am ersten Abend aber ins Bad kamen, wurde schnell klar, dass das Netz nicht unbedingt nur gegen stechende Insekten helfen sollte… Über dem Waschbecken (den Abend habe ich meine Zähne in der Dusche geputzt) hing in der Ecke eine Spinne. Eine sehr große Spinne. Und mit groß meine ich nicht etwas, was wir in Deutschland groß genannt hätten. Dieses Vieh (ich vermute eine Mutation) wäre mit ausgestreckten Beinen größer gewesen als meine Hand. Geht es um Spinnen, so stelle ich mich etwas an. Aber dieses Monstrum wollte selbst Alex nicht beseitigen. Ich würde gerne ein Beweisfoto hochladen, aber ich hab mich beim besten Willen nicht getraut nah an dieses Ding heranzugehen. Die erste Nacht konnte ich dementsprechend schlecht einschlafen. Zum Glück war unser Bad am nächsten Morgen Spinnenfrei.


 Im Zimmer sind wir, wie gesagt, sowieso nur zum Schlafen. Den Tag verbringen wir am Strand und mit Schnorcheln. Leider sind die Gezeiten recht stark. Das Wasser steigt bis zum Mittag an, bis fast der ganze Strand überschwemmt ist. Bis zum Abend senkt sich der Pegel so weit, dass man erst einmal über die vielen Steine klettern muss, bis man etwas tieferes Wasser erreicht. Doch um diese Uhrzeit liegt der Strand sowieso schon im Schatten der Bäume und eine Abkühlung ist nicht mehr so nötig, wie zur Mittagszeit.

Rund um die Uhr ist die Atmosphäre herrlich idyllisch. Bei Flut überschattet das Wellenrauschen alle anderen Geräusche und auch ansonsten ist es entspannend ruhig. Am Abend sorgt die kleine Strandbar für stimmige Musik, während man im nebenliegenden Restaurant etwas leckeres isst, oder sich einen Drink genehmigt. Gestern Abend gab es an der Bar eine sehenswerte Feuershow von einem der Angestellten. Wunderbar anzusehen, wenn man nur einige Meter entfernt mit etwas Kühlem zu trinken in der Hand sitzt.



Das zum Hotel dazugehörige Restaurant ist von 8 bis 21 Uhr geöffnet und bietet viel Abwechslung mit asiatischen, aber auch europäischen Leckereien. Die Preise sind zwar noch angemessen (pro Portion mit Getränk Ca 5-6 Euro), doch verglichen mit den Preisen in der kleinen Hafenstadt, kann man schon sagen, das Hotel nutzt die einsame Lage etwas aus. Die Gäste sind darauf angewiesen hier zu essen und zu trinken. Ein All-in-clusive kann man für dieses Hotel nicht buchen. Der Zimmerpreis ist zwar sehr gering, doch würde man jeden Tag sehr viel essen, bzw. teure Getränke holen, so würde die Abrechnung am Ende doch sehr hoch sein. Wir ernähren uns den Tag über von frisch aufgeschlagenen Kokosnüssen und thailändischen Mahlzeiten. Die schmecken, machen satt und wir brauchen uns keine Gedanken über die Frische machen. Mit der nötigen Würze und Schärfe hätten schlechte Bakterien überhaupt keine Chance.


 Auch nach dem zweiten Tag kann ich sagen, dass wir es hier sehr genießen. Es ist schön mal richtig abzuschalten und die Ruhe zu genießen. Doch vier Nächte reichen uns hier. Zum Entspannen ist es perfekt, doch wir wollen noch etwas mehr sehen und erleben. Aber dafür fahren wir ja bald nach Koh Samui.


  
Eine Unternehmung hier (wohl die einzig kostenlose) haben wir vorhin gemacht. Wir sind zu dem Aussichtspunkt der Insel gelaufen. -mehr dazu in einem anderen Post.

Instagram – coconeli

2 Kommentare zu „Phi Phi Relax Beach Resort

  1. Das hoert sich sehr idyllisch an. Ich wurnsch euch noch viel spass. L.g. silke

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