Willkommen im Paradies

Nachdem wir auf Phuket gelandet sind, ging es erstmal mit dem Taxi quer über die Insel zum Hafen. Von dort aus fahren täglich mehrmals Fähren und Speedboote zu den nächstgelegenen Inseln. So auch zu unserem nächsten Ziel: Phi Phi Island. Nachdem man morgens um fünf aufstehen musste, sich fast drei Stunden am Flughafen gequält hat, um dann eine Stunde zu fliegen, damit man danach wieder knapp 45 Minuten im Taxi verbringen musste, wollte man eigentlich endlich mal im Hotel ankommen, um sich zu entspannen und noch etwas zu sonnen. Doch die Überfahrt mit der Fähre sollte uns nochmal zwei Stunden kosten. Wenigstens verging die Zeit nun recht zügig. Dumm nur, wenn man sich außen hinsetzt, um den frischen Fahrtwind zu genießen und zu gemütlich war, um die Sonnencreme aus dem großen Backpackerrucksack zu holen. Bekannterweise spürt man mit etwas frischem Wind nicht, wie sehr die Sonne auf die Haut brennt. Wenn man zudem noch vor einer Woche im nasskalten Deutschland gehockt hat, so ist die Haut nicht wirklich gut auf die schöne thailändische Sonne vorbereitet. Man kam also knallrot (wie ein Krebs) am Hafen von Phi Phi an. Man könnte ja erwarten, dass man nun innerhalb der nächsten paar Minuten sich in Richtung Hotel aufmachen kann. Schade nur, dass das Hotel noch einmal 30 Minuten mit einem kleinen Schnellboot entfernt liegt (was leider auf der Internetseite des Hotels nicht erwähnt wurde). Bis das hauseigene Boot ablegte, dauerte es wieder eine Stunde, die man aber gut nutzen konnte, um sich am Hafen mit Pad Thai zu stärken.


  
Für die anstrengende Fahrerei (obwohl Bangkok so nah an Phi Phi ist, haben wir insgesamt über 10 Stunden vom Mode Sathorn Hotel bis zu unserem jetzigen Phi Phi Relax Beach Resort gebraucht) wurden wir aber gleich mehrmals belohnt. Und zwar durch die wunderschönen Anblicke, die wir hatten.

Der Erste bot sich uns, nachdem wir knapp 90 Minuten mit der Fähre unterwegs waren. Langsam, aber immer deutlicher, konnte man die Umrisse einer Insel erkennen, die weit vor uns lag. Mit jeder Minute und jedem Kilometer, den wir fuhren, wurden die Umrisse genauer und die Insel besser erkennbar. Wir bewegten uns geradeaus auf eine riesige, steile, Steinwand zu, die sich direkt vor uns erstreckte. Über dem steilen Abhang ragten paradiesisch grüne Bäume empor. Die Farben des braunen Gesteins zusammen mit dem Grün der Bäume und das strahlende Blau des Himmels sahen unglaublich beeindruckend aus. Vor der Steinwand schwenkten wir nach rechts und umfuhren die Steine mit einem weiten Bogen. Noch während wir diese Kurve fuhren, bot sich uns schon der nächste gewaltige Anblick. Vor uns lag die große Anlegebucht der Insel. Mitten im türkisfarbenen Wasser, welches in herrlichen Kontrast zu dem hellen Sandstrand lag. Links von uns erstreckten sich weiterhin Klippen zusammen mit allen möglichen Pflanzen. Doch zwischendurch ging das massive Gestein immer mal wieder ein Stückchen zurück und bot so Platz für herrliche kleine Buchten mit feinem Sand. Ein Bild wie im Paradies. Auch der Hafen ansich war traumhaft. Mit kleinen Holzhäusern, verwinkelten Straßen mit Restaurants und Cafés und vielen, vielen kleinen Booten, die (nun bei Ebbe) auf dem Sand oder im seichtem Wasser lagen. Die Farben der kleinen, bunten Boote in Kombination mit dem Wasser strahlten intensiv.


  

Unsere Fahrt mit solch einem kleinen Boot zu unserem (wirklich sehr abgelegenen) Hotel, war ein kleines Abenteuer für sich. In der Bucht der Insel fing noch alles ganz harmlos an. Es schaukelte etwas und ab und zu Spritze die Gischt ein wenig, war bei der Hitze jedoch sehr angenehm war. Doch je weiter wir die Insel (weiter links herum) umfuhren, desto höher und wilder wurden die Wellen und umso nasser würden wir. Natürlich als letztes aufgestiegen hatten wir nun das Vergügen ganz vorn sitzen zu dürfen. Ganz vorn bedeutet in diesem Fall auch ganz nass. Nachdem wir einige Minuten gefahren waren und schon die eine oder andere Welle mitgenommen hatten, wurde vor uns eine Plane heruntergelassen. Der Oberkörper -der Personen, die in der Mitte saßen (so wie ich hehe)- waren dadurch zwar geschützt, aber in unseren Schuhen bildete sich trotzdem ein See. Zwei Personen, darunter auch der liebe Alex (ich bin ja nicht schadenfroh 😄) hatten leider, leider das Pech und mussten am Rand sitzen. Zu meinem Vergnügen bedeckte die Plane nur knapp die Hälfte der Personen, die dann eher weniger trocken hier ankamen.


 Doch als wir nur ein paar Meter von unserem Resort langsam auf den Strand zusteuerten und uns die Sicht freigegeben wurde, sahen wir, dass sich die schaukelige Fahrt gelohnt hatte. Unser Resort liegt irgendwo im Nirgendwo. Durch viele hundert Meter, Steine und Pflanzen von der nächsten Hotelanlage abgetrennt. Von dem flachen Strand geht es auf dem Land schon bald steil aufwärts. Die großen Bäume überlagern die kleinen Bungalows des Resorts. Doch nur ein paar Meter weiter oben, vor und zwischen den Baumkronen, kann man ein paar Dächer vereinzelter Häuschen erkennen. Alles erscheint sehr paradiesisch und naturverbunden. Passend also zu dem Namen „Phi Phi Relax Beach Resort“.

Instagram – coconeli

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