Colorful Symi 

Als wir unsere Fahrt nach Symi buchten, hatte ich keine Ahnung was mich in dieser kleinen Stadt erwarten würde. Bei der Einfahrt in den kleinen Hafen der Insel, wurden wir auf drei Seiten von den wunderschönen bunten Häusern eingeschlossen. Die unzähligen pastellfarbenen Fassaden, die das Stadtbild zieren, leuchteten in dem warmen Licht der Sonne, während zu ihren Füßen das Wasser glitzerte. Das war ganz klar einer dieser Momente, die man nicht in Worten beschreiben kann. Willkommen in Symi. 

When we booked our ferry to Symi I had no idea of how Beautiful this little village is. As our ferry sailed into the harbor of Symi I had one of those magical moments that I can’t really put into words. We became surrounded on three sides by hundreds of pastel-colored facades. The sun covered the cute buildings in a warm light. I was overwhelmed by the Beautiful panorama. Welcome to Symi



Meiner Meinung nach ist Symi einer der Griechischen Inseln, die auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Mit der Fähre von Rhodos dauert es circa 60-90 Minuten. Ein Tagesausflug (oder sogar ein Trip über mehrere Tage) lohnt sich allemal! Allein die Einfahrt in den Hafen ist den Weg wert! 

I think Symi is one of the most underrated among the Greek islands. It’s only 60-90 minutes by boat from Rhodes and worth a daytrip (or a stay for a week). Just the entry into Symi harbour is worth the way! 



Ich habe mich sofort in die süßen bunten Häuser verliebt. Symis Farben bieten einen tollen Kontrast zu der weißen Architektur, die man von Griechenland erwartet. Allein der Hafen bieten schon die perfekte Kulisse und lädt zum Schlendern und einer Kaffeepause ein. Trotzdem sollte man auch hoch auf den Hügel gehen und die ruhigen Ecken von Symi erkunden. Da der Moderne Tourismus die kleine Insel noch nicht stark erreicht hat, findet man hier noch ein ruhiges und recht traditionelles Fleckchen von Griechenland. 

Bei einem Besuch in Symi darf auf keinen Fall ein Aufstieg der 350 Stufen der Kali Strata, der „Hauptstraße“ fehlen, die mit Shops, Cafés und etlichen Seitenstraßen gespickt ist. Überall findet man einen neuen Ausblick über den wunderschönen Hafen, den leuchtenden Häusern und der Umgebung. 

I fell in love with the magnificent colors of the buildings which are a great contrast to the typical whitewashed architecture that most people expect of Greek islands.  While the harbour itself is a perfect culisse, a walk uphill shows the quiet part of the town. I really liked that the arrival of the modern tourism hasn’t yet touched this unique corner of authentic Greece
When on Symi you have to walk the 350 stairs of the Kali Strata the „main road“ with many shops, restaurants and side alleys. Every corner has a new lovely view of the harbour, of the rest of the island and its surroundings

Old Town of Rhodes and Lindos

Was wäre ein Aufenthalt auf Rhodos, wenn man nicht die süße Altstadt besuchen würde? Die verwinkelten Gassen befinden sich innerhalb der großen, ehemaligen Stadtmauern. Durch sieben verschiedene Tore kann man in die Altstadt gelangen. Innerhalb dieser Mauern betritt man eine andere Welt. Das war mein persönlicher Game of Thrones Moment in diesem Urlaub. Wenn man planlos durch die kleinen Straßen läuft, findet man schnell neue, wunderschöne Plätze. Hier und dort verstecken sich grüne Fleckchen, wo sich bunte, blühende Blumen und grüne Ranken herrlich von den alten, massiven Mauern abheben. Die schmalen Gassen sind gespickt von Händlerständen. Von Schmuck über Klamotten bis hin zu Beautyprodukten findet man hier alles.
Die Altstadt befindet sich direkt am Hafen und auch ein Spaziergang entlang der vielen Segelschiffe und Yachten lohnt sich.

When in Rhodes you have to visit the Old Town. The endless alleys are surrounded by medieval walls with seven gates. Today, the gates are the seven entry points into the Old Town. When you enter these gates, you feel as if you have entered another world. This was my personal Game of Thrones moment. I love wandering around the Old Town and getting lost in the beautiful little streets of this charming town. It is beautiful so see the contrast of the old, massive walls with the green of blooming flowers. There´re so many little corners between the hundreds of shops, waiting for you to find them.




Lindos ist ein kleines, wunderschönes Küstenörtchen mit malerischen weißen Häusern. Zum Nachmittag hin wird es sehr voll in der Stadt. Am besten besucht man den Ort daher am Vormittag, um in Ruhe die vielen hundert Stufen zur Acropolis hinauf gehen zu können (außerdem sind dann die Temperaturen unter 40° noch erträglich). Mit dem richtigen Schuhwerk sind die vielen Treppen kein Problem und die Aussicht über Lindos lohnt sich allemal. Auf der linken Seite erstrecken sich die kleinen, weißen Bauten zwischen den kahlen Hügeln. Weiter rechts liegt das kristallklare, blaue Meer und reflektiert die Sonnenstrahlen und leuchtet so mit den weißen Häusern um die Wette. In den schmalen Gassen selbst finden sich zahlreiche kleine Läden und bunt ausgeschmückte, kleine Kirchen. Wer zwischendurch eine Pause braucht, sollte auf jeden Fall in einem der vielen Rooftoprestaurants Zuflucht suchen. Bei einem eiskalten Frappé kann man dort ein angenehm laues Lüftchen und die schöne Aussicht über den Dächern der Stadt genießen.

Lindos is a resort town with a small village at its center. The village gets pretty crowded, but it is well worth a visit. I would recommend visiting Lindos in the morning so you can go to the Acropolis as early as possible (and not in the heath of 40°) and then have time to stroll around the little village. The way up to the Acropolis of Lindos includes several hundred stairs. It´s slippery but totally do-able (with the right shoes) and the view over the cute white buildings on the one left and the crystal-blue sea on the right side is incredible. When you make your way down there´re many cute shops and small, but stunning churches to explore. If you need a break I would recommend any of the rooftop restaurants. It´s perfect to enjoy the beautiful view with a fresh breeze and a ice-cold Frappé (which you have to try).



1001 Sterne 

Wer von Marrakech aus die Sahara besichtigen will, der sollte sich auf eine kleine Reise einstellen. Gute 10 Stunden Autofahrt und das Atlasgebirge trennen die verwinkelte Stadt von der weitläufigen Sanddünen. Wir buchten eine 2 Nächte 3 Tage Tour, die nicht allzu stressig ablaufen sollte. Die wirklich sehr touristisch aufgezogene Tour hat sich dennoch auf jeden Fall gelohnt. 
In einem kleinen Reisebus ging es zunächst durch das weitläufige Atlasgebirge mit ordentlich Schnee. Die erste Nacht verbrachten in einem Hotel auf unserer Route. Bis zu unserer Ankunft am Rande der Wüste folgten noch einige Zwischenstopps. In Ben Haddou und Dades gorge wurden wir -genau wie dutzende andere Tourigruppen- herumgeführt. Es wurde immer wieder betont, dass es bei der Tour nicht nur um die Sahara gehen würde, sondern dass auch diese Plätze zu Marokko gehören. Doch „Kultur“ die den Touristen an jeder Ecke von Tourguides vorgespielt wird, lässt sich nicht wirklich mit der Realität vergleichen. Die Orte waren dennoch schön und auch die Natur beeindruckend. 


Am Nachmittag des zweiten Tages kamen wir endlich an der Sahara an. Langsam wurde das Geröll am Rand der Straße feiner, bis diese schließlich durch die Vorläufer der Dünen führte. Als wir mit unserer Kamelkarawane aufbrachen war der Himmel strahlend blau. Die Nachmittagssonne schien auf den roten Sand. Die mächtigen Dünen leuchteten warm. Wie ein Messerschnitt verlief der surreale Kontrast zwischen Sand und Himmel. Unsere Schatten tanzten über die feinen Sandkörner, als wir uns unseren Weg durch die Wüste bahnten. 


Als die Sonne nur noch kurz über dem Horizont stand, machten wir Pause und kletterten auf eine Düne. Wir saßen in zwanzig Meter Höhe auf dem aufgewärmten Sand und staunten, als die letzten Sonnenstrahlen über die Hügel tanzten und ein wunderschönes Farbenspiel vollzogen. 


Bei völliger Dunkelheit erreichten wir unser Beduinencamp. Wir waren in kleinen Zelten untergebracht und verbrachten den Abend am Lagerfeuer mit traditioneller Musik und Gesang. Direkt hinter unserem Camp ragte eine Düne empor, geschätzt 100 Meter hoch. Die Flammen des Lagerfeuers tanzten an der Wand dieser entlang, verliehen ihr etwas mystisches. Gegen Mitternacht machten wir uns auf, genau diese Düne zu erklimmen. Beflügelt von der kühlen Nachtluft lief unsere Gruppe los, die Füße versanken bei jedem Schritt im feinen, kalten Sand. Nachdem der erste Adrenalinrausch vorbei war, fiel das laufen mit jedem Höhenmeter schwerer und die Luft stach beim Atmen in der Lunge. Mit brennendem Atmen erreichten wir die Spitze. Der Camp zu unseren Füßen erschien so klein, die Tausende und Abertausende Sterne uns so nah. Die Milchstraße war in dieser Nacht besonders gut zu sehen und auch dutzende Sternbilder standen über der Wüste. Wir saßen in dem kalten Sand, der kühle Wind pfiff über die Dünen hinweg und wir fühlten uns so lebendig wie schon lange nicht mehr. Nach minutenlangem Staunen und Verschnaufen zogen wir unsere mit Sand gefüllten Schuhe aus und liefen los. Die Lichter unserer Taschenlampen huschten vor unseren Füßen hin und her, während wir fast blind die mühsam erklommenen Meter hinunterrannten. 


Es war noch dunkel als wir auf den Rücken der Kamele in Richtung Straße aufbrachen. Weit hinter uns war ein heller Streifen am Horizont zu erkennen. Mit jeder Düne die wir hinter uns ließen, stieg die Sonne ein Stückchen weiter empor. Der kalte Sand wurde erst gelb, dann leicht orange, bis das satte, fast rot erscheinende Orange von der Morgensonne bestrahlt wurde. Auch auf diesem Weg machten wir Halt, um dieses Naturschauspiel zu betrachten. Es war unbeschreiblich wie sich mit jeder vergangenen Minute der Sand verfärbte, die Dünen erleuchteten, die Schatten tanzten. 

Stille Oasen, Tajine und Couscous 

In Marrakech gibt es unglaublich viele Orte zu entdecken. Eigentlich müsste man jedes einzelne Riad besuchen und jeden einzelnen Innenhof erkunden, um die Vielzahl der wunderschönen Plätze abzudecken. Da dies zeitlich jedoch so gut wie unmöglich ist, sind hier die wichtigsten und auch meine liebsten Orte, die man während einer Reise auf keinen Fall verpassen darf. 

Bahia Palace

Dieses alte Palastgelände erstreckt sich weitläufig am Rande der Innenstadt. Die breiten Wege sind gezäumt von blühenden Pflanzen und unzähligen Orangenbäumen. In der Anlage finden sich dutzende Springbrunnen, Mosaikwände und -wege und wunderschöne filigrane Verzierungen. Boden, Wände und die Decken sind bunt verkleidet mit immer wieder neuen Mustern. Am besten besucht man diesen Platz am frühen Morgen, da sonst die Touristenmassen durch die Tore Strömen und die Stille stören. 



Le Jardin Majorelle

Einen guten Fußmarsch vom Zentrum entfernt findet man diese wunderschöne, bunte Oase. Im Schatten der großen Bäume lässt sich die Hitze wunderbar aushalten. In der Mitte verbindet ein kleiner Bach zwei Wasserbecken, umringt von exotischen Blumen und Kakteen. Verschlungene Wege führen zwischen den Pflanzen hindurch zu einem Monument in Andenken an Yves Saint Laurent. Außerdem kann man sich die YSL-Love-Ausstellung ansehen. Wirklich schöne bunte Bilder, die die Liebe thematisieren. Neben der Gallery liegt ein kleines Fischbecken unter einem Lianenbewachsenen Pavillon. Besonders schön fand ich an dem Garten, dass die kleinen Gebäude bunt angestrichen sind und so wie bunte Farbtupfer zwischen den grünen Blättern liegen. Natürlich findet man auch hier verschnörkelte Türen. Je länger man sich in dem Garten aufhält, umso mehr entdeckt man. 


Ben Youssef

Dieser Ort lässt mich noch immer träumen. Wie aus einem Märchen entnommen finden sich an jedem Platz Schnörkel, Verzierungen und Mosaike. Dutzende Tore und Türen weisen unterschiedliche Muster auf. Der Boden und die Decke sind, ähnlich wie im Bahia Palace mit den kleinen Mosaiksteinchen verziert. In dem großen Innenhof wird die verschnörkelte Wand unterbrochen von kleinen Fenstern im ersten Stock. Auch innerhalb des Gebäudes gibt es kleine Innenhöfe, nicht mehr als ein paar Quadratmeter groß. In dem Gewirr von schmalen Gängen und Treppen kann man sich leicht verlaufen, doch entdeckt man so immer mehr kleine Fenster mit neuen Aussichten und Balkone. 

Rund um den Hauptplatz finden sich dutzende Cafés und Restaurants. Mein Favorit versteckte sich allerdings ein bisschen abseits von dem Lärm. Das Atay-Café ist ein süßes kleines Restaurant mit einer wunderschönen Aussicht über die Stadt. Nur einige Meter entfernt ragt der Turm einer Moschee zwischen den Dächern in die Höhe. Essen mit perfektem Ausblick also. Die marokkanische Gerichte sind super lecker. Würziges Couscous oder Reis mit viel Gemüse. Natürlich in einer traditionellen Tajine zubereitet (das sind runde aus Lehm geformte Behälter, in denen das Essen gegart wird). Dazu frische Säfte und natürlich Tee. Zum Nachtisch gab es immer die leckersten Obstsalate mit frischem Saft. Perfekt, um sich für den restlichen Tag zu stärken

Die rote Perle 

Schmale Gassen, rote Wände und bunt verschnörkelte Türen. Das ist die Medina von Marrakech. In dem Wirrwarr von Gängen haben sich unzählige Händler mit ihren kleinen Ständen niedergelassen. Von Früchten über Lampen und Teppichen hin zu kleinen Figürchen und Kleidung findet man hier wirklich alles. Lautstark und teils aufdringlich versuchen die Männer und Frauen ihre Ware an die Touristen zu bringen. Ich stöbere gerne an solchen Ständen und mit ein bisschen Glück wird man nicht sofort von den Händlern belagert. 


This door-thing in Marrakech 🙂


Zwischen den bummelnden Touristen und Einheimischen flitzen immer wieder Rollerfahrer entlang. Hin und wieder bahnt sich ein Eselskarren seinen Weg durch die viel zu engen Straßen. Zwischen diesem Getummel schleichen die vielen kleinen Straßenkatzen umher, auf der Suchte nach Fleischresten von den Schlachterständen. Der Geruch von herben, orientalischen Gewürzen hängt in der Luft. Wer diesem Gewühl entgehen will, muss nur durch eine der schweren Türen gehen, hinter denen sich die Riads der Stadt befinden. 

Es ist unglaublich, wie still es in den Innenhöfen ist. Während draußen die Stimmen der Verkäufer durch die Gassen klingen, unterbrochen durch das Hupen der Motorradfahrer, hört man hier nur leichtes Vogelgezwitscher. Eine kleine Oase, um dem Getümmel zu entgehen. 


Jedes Riad ist liebevoll hergerichtet. So auch unsers, das Riad al Loune. Überall sind kleine Verzierungen zu entdecken, Pflanzen zieren den kleinen Hof. Von der Dachterrasse aus kann man die Dächer der Stadt überblicken. In der Ferne zeichnen sich die Umrisse des Atlasgebirges ab, verschleiert von einer leichten Wolkendecke. Besonders die Abendstunden kann man hier oben genießen. Während die Sonne langsam sinkt, fangen die roten Dächer an zu glühen. Die ganze Stadt schimmert rötlich. Währenddessen fangen die Gebetsrufer der umherliegenden Moscheen mit ihrem Gesang an. Dies ist das einzige Geräusch was von der Stadt bis ins Riad dringt. Der Gesang der ersten Moschee fängt an, die Umherliegenden stimmen nach und nach ein, bis ein ungleicher und beeindruckender Kanon ertönt und durch die engen Straßen dröhnt. 

Eilat – ein ungeahntes Urlaubsparadies

Ganz im Süden des Landes, am Roten Meer, liegt die Urlaubsstadt Eilat. Nach vier Stunden Autofahrt (mit einem kleinen unfreiwilligen Abstecher ins palästinensische Gebiet) durch die karge Steinwüste, erreichten wir endlich die kleine Stadt. Nachdem wir in das Shelter Hostel (sehr empfehlenswert für Reisende) eingecheckt hatten, ging es auch schon zu unserem ersten Programmpunkt: Kamelreiten mit anschließendem traditionellen Beduidenessen. Der einstündige Ausritt während des Sonnenuntergangs hat sich gelohnt. Als wir durch eine kleine Schlucht geführt wurden, färbten sich die Steine rund um uns langsam rötlich, während die Abendsonne alles in einen warmen Schimmer hüllte. Nachdem es anfing dunkler und frischer zu werden, wärmten die Kamele angenehm unsere Beine und Füße. Anschließend ging es zurück zum Camp, wo ein Lagerfeuer auf uns wartete. Es wurde frischer Tee (mit sehr viel Zucker) und Brot für uns zubereitet. -Besonders gut fand ich an diesem Betreiber, dass die Tiere sehr gut gehalten wurden. Die Angestellten gingen liebevoll und geduldig mit Ihnen um und die Tiere waren sehr entspannt. ☺️ 



Am nächsten Tag war Entspannung am DolphinReef angesagt. Diese kleine Oase ein paar Minuten außerhalb der Stadt ist der perfekte Ort, um sich zu entspannen. Mehrere Stege reichen in das klare Wasser hinein. Um diese herum tummeln sich sich zu jeder Tageszeit Delphine. Immer wieder tauchen die Tiere kurzzeitig auf und spritzen kleine Fontänen in die Luft. Wenn sich ein Mitarbeiter auf eine der Platten ins Wasser setzen dauert es nicht lange, bis sich ihm eines der Tiere nährt. Besonders angetan war ich von diesem Ort, da die Tiere nicht eingesperrt sind, sondern ins freie Meer schwimmen könnten. 


An Land kann man sich entweder am Strand sonnen, oder im Schatten der Büsche und Palmen die rund um einen großen Pavillon ranken entspannen. Bei 27 Grad genau das richtige. 

Am zweiten Tag ging es morgens in das Ozenarium. Vorzeigbar pünktlich waren wir zum Einlass vor Ort und konnten so die leere Anlage genießen. Vor allen anderen Besuchern dort zu sein hat sich wirklich gelohnt. So konnten wir alleine vor dem großen Haibecken stehen und durch den Tunnel gehen. Es ist unglaublich den Haie und Rochen so nah zu sein und zu beobachten wie diese majestätisch ihre Bahnen ziehen. Langsam gleiten sie durch das Wasser. Die Rochen fliegen wie in Zeitlupe schwerelos, ihre mächtigen Flügel anmutig bewegend. Besonders sehenswert ist das Unterwasserobservatorium. Über einen Steg gelangt man zu einem Turm, welcher ins Wasser reicht. Direkt in ein Korallenriff hinein. Durch die Fenster kann man die bunte Vielfalt unter Wasser betrachten. Abertausende Fische tummeln sich hier direkt in Sichtweite. Die Farbenvielfalt der Tiere ist unglaublich. Von kleinen Clowsfischen über Seeigel bis zu Feuerfischen kann man die hunderten Arten bewundern. 

Abgesehen von diesen Highlights bietet Eilat eine schöne Strandpromenade, auf der man abends gemütlich entlang schlendern kann. Aus den kleinen Geschäften dringt Musik in die klare Nacht. Spätestens jetzt kommt richtige Urlaubsstimmung auf. 
Auf dem Rückweg nach Jerusalem machten wir einen Stop am Toten Meer. Was für jeden Besucher des Landes natürlich ein Muss ist, lohnt sich auf jeden Fall (Schuhe für das Wasser nicht vergessen)! Leider war es nicht allzu warm, als wir am Salzstrand ankamen und die Sonne war auch schon hinter den Bergen verschwunden. Dies sollte uns allerdings nicht aufhalten. Es ist ein unbeschreiblich lustiges Gefühl, wenn man sich zum ersten Mal ins Wasser gleiten lässt und die Beine von selbst an die Oberfläche auftreiben. Lachen ist garantiert 😄. Das mineralhaltige Wasser fühlt sich unglaublich gut auf der Haut an. Doch sollte man es unter keinen Umständen in die Augen bekommen. Es sei denn man möchte für einige Minuten erblinden. Und schmecken tut es auch nicht 😄. Nachdem wir nach dem Badegang verzweifelt eine Dusche gesucht -und zum Glück auch noch gefunden- haben, ging es zurück nach Jerusalem. 

Shalom Israel 

Wenn man gleichzeitig vor einer orthodoxen Kirche, einer Moschee und einer Synagoge steht, dann befindet man sich im Herzen der Altstadt von Jerusalem. Zu verschiedenen Zeiten klingen die Kirchenglocken, der Judengesang und der muslimische Aufruf zum Gebet durch die engen Gassen der Stadt. Wer denkt, Israel habe abgesehen von Wüste und Religion nichts zu bieten, der irrt. Das Land mag zwar klein sein, doch kann man in kürzester Zeit die wunderbare Vielfalt Israels erleben. Viele verschlungene Straßen, noch mehr chaotischer Verkehr und unglaublich viel zu entdecken. Das ist Jersusalem. Die Hauptstadt des Landes erstreckt sich größer als erwartet über viele Stadtteile. Es gibt einige Aussichtspunkte, von denen man einen fabelhaften Überblick über die Gebäude aus Sandstein hat. Von den Talpiot-Promenaden bekam ich erstmals einen Eindruck davon, wie weitläufig die Stadt doch eigentlich ist. So weit das Auge reicht, reihen sich die kleinen hellen Bauten aneinander und bedecken die Hügel. In der Ferne schimmert schon leicht die Kuppel des Felsendoms auf dem Tempelberg golden in der Nachmittagssonne. 


In der Innenstadt zeigt sich die Stadt von ihrer vielfältigen Seite. Auf der Hauptstraße fährt die moderne Straßenbahn, ein Geschäft reiht sich in der schönen Promenade an das nächste und Palmen zieren sauber den Straßenrand. Wenn man dem Straßenverlauf folgt gelangt man an die Stadtmauern mit den vielen großen Toren. Warm von den Sonne angestrahlt ragen die großen Steine der Mauer in die Höhe. Wir laufen im Sonnenschein zwischen Palmen und Verkehr entlang bis zu einem der Tore. Durchquert man dieses, lässt man das eben erlebte Bild von Jerusalem hinter sich und befindet sich in einer völlig neuen Umgebung. Im schmalen, kühlen Gassen reihen sich kleine Händlerstände dicht aneinander. Menschen aller Nationen und Religionen tummeln sich zwischen kleinen Souvenirs, Teppichen, Tüchern und Händlern die ihre Waren an den Mann bringen wollen. Natürlich alles auf die Touristen abgestimmt. Dutzende Male verzweigen sich die kleinen Gassen. Es ist ein ungewohntes Bild, wie sich hier Araber, Christen und sich beeilende orthodoxe Juden (ja sie laufen immer gestresst – keiner weiß wohin 😄) zusammen auf so kleinen Raum befinden. 


Nach den engen Gassen kann man neben unzähligen religiösen Häusern auch wohl eines der größten Merkmale der Stadt besichtigen. Die Klagemauer. Aufgeteilt in eine Männer- und eine Frauenseite kann man seinen geschriebenen Zettel in einen Schlitz in diese Stecken. Es ist ein beeindruckendes Gefühl vor dieser Mauer zu stehen, die für viele Personen auch ein Zufluchtsort darstellt. Die meisten Frauen die hier stehen beten. Einige weinen herzhaft. Egal ob religiös oder nicht. Dieser Ort berührt jeden Menschen. (Wichtig: Knie und Schultern bedecken) 


Nach einem etwas längeren Fußmarsch außerhalb der Stadtmauern, erreicht man die Spitze des Ölbergs. Zwar zieren tausende jüdische Gräber mit kargen Steinplatten die Bergseite, doch der Aufstieg lohnt sich. Von oben aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Altstadt Jerusalems. Die dutzenden Türme und Spitzen der Moscheen, Kirchen und Synagogen ragen zwischen den Häusern empor. Direkt vor ihnen erhebt sich prächtig die gigantische, goldene Kuppel der Mosche des Felsendoms. Die Abendsonne lässt diese nochmal mehr erstrahlen und taucht die ganze Altstadt in einen warmen Schimmer. 


Für einen Nachmittag fuhren wir nach Tel Aviv. Die große Küstenstadt ist im Gegensatz zu Jerusalem sehr westlich und modern. Direkt am Strand ragen viele Hotels und Bürogebäude in die Höhe und bilden eine mächtige Skyline. Wir gingen entlang der Promenade bis zur Altstadt Jaffa. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick über den Strand und die Innenstadt. 



Den Tag verbrachten wir damit, die Stadt zu erkunden. Als es langsam Abend wurde, gingen wir erneut die Promenade entlang. Von einer Gruppe Argentiner wurden wir zu einer Runde Volleyball aufgefordert. Das Spielen hat bei dem wunderschönen Sonnenuntergang besonders viel Spaß gemacht. 



Die Stadt hat mir gerade wegen der lockeren Mentalität der Menschen dort so gut gefallen. Tagsüber sah man dutzende Surfer im Wasser und kleine Gruppen, die am Strand oder im Park zusammen Yoga praktizierten. Generell hat mich dieser Ort sehr an Australien mit den lockeren Einwohnern und den vielen Reisenden erinnert -Fernweh! 

Bei 25 Grad und Sonnenschein unternahmen wir eine Wanderung nach Jericho. Wir starteten an einer kleinen Oase mitten in der Wüste zwischen den kargen Hügeln. Hier floss ein kleiner Strom zwischen den Felsen hindurch und spendete bei den warmen Temperatur eine dringende Erfrischung. Dem klaren Wasserstrom folgten wir einige Stunden durch die pralle Sonne. Zwischendurch führte uns der Pfad über alle Steindrücken. Nach einiger Zeit erreichten wir endlich das in den Fels gebaute Kloster. Was auf den Bildern im Internet gigantisch wirkte, war in Wirklichkeit leider nicht so imposant wie erwartet. Dennoch hat sich die Wanderung durch die schöne Natur gelohnt. 


Neben den unzähligen Gewürzen und Tees, die man auf den Märkten erwerben kann, gibt es noch andere Leckereien. Wer einmal das Land bereist sollte auf jeden Fall Shakshuka probieren. Das tomatige Frühstück ist super lecker. 

Cheesy Amstel

Die Hauptstadt der Niederlande ist eine meiner Lieblingsstädte in Europa. Mit all den Grachten und den kleinen verwinkelten Gassen ist Amsterdam aber auch zu schön. Während unseres kurzen Mädelaufenthaltes hatten wir zudem richtig Glück mit dem Wetter. So konnten wir die Stadt bei 30 Grad und Sonnenschein genießen. Auch wenn man nur ein, zwei Nächte dort verbringt, kann man in dieser Zeit doch ziemlich viel erleben und die wichtigsten Punkte auf jeden Fall abhaken.


1. Die Grachten

Egal, ob man an ihnen entlangspaziert, oder eine Bootstour macht. Die verzweigten Grachten mitten in der Stadt sind wunderschön – vor allem mit ihren verzierten Brücken. Diese zu bestaunen lohnt sich auf jeden Fall und gehört natürlich bei Amsterdam mit dazu. Im Sommer gibt es zudem unzählige Partyboote die die Kanäle bei Nacht unsicher machen und vom Wasser aus gute Stimmung verbreiten.


2. Das Anne Frank Haus

Auch wer sich für reguläre Museen nicht begeistern lässt, wird das Anne Frank Haus bestimmt interessant finden. In den originalen Räumlichkeiten bekommt der Besucher einen Eindruck von dem jahrelangen Versteck der Familie. Wenn man die engen, steilen Treppen hinter dem versteckten Durchgang hinaufklettert, läuft einem der eine oder andere kalte Schauer über den Rücken. Neben der Geschichte von Anne und ihrer Familie werden zudem generelle Informationen über den Holokaust vermittelt. Ein absolutes Muss für jeden der die Stadt besucht!

3. Ein Fahrrad mieten

Dass so viele Einheimische mit dem Fahrrad unterwegs sind hat so seine Gründe. Schließlich ist Amsterdam nicht umsonst die Fahrrad-freundlichste Hauptstadt der Welt mit über 1.000.000 Fahrrändern. Am besten tut man es den Einwohnern gleich und erkundet die Stadt vom Rad aus. Überall im Zentrum gibt es günstige rent-a-bike Angebote. Einfach in den Strom der Lokals einfädeln und durch die Gegend radeln.


4. Abends ins Rotlichtviertel 

Sobald die Sonne untergeht erleuchten die schmalen Gassen der Stadt. Besonders beliebt und daher gut besucht sind die Straßen rund um das Rotlichtviertel mitten im Zentrum. Ein Besuch dieser lohnt sich definitiv. In einer Bar (bei schönem Wetter draußen, am Rand einer Gracht) kann man den Abend perfekt ausklingen lassen. Genügend Coffeeshops finden sich in der Nähe auch.


5. (viel) Käse probieren 

Amsterdam ist gespickt von unzähligen großen und kleinen Käsegeschäften. Wenn man den ganzen Tag zu Fuß unterwegs ist, kann dies ganz schön praktisch sein. Wir sind, wenn der Hinger kam, immer mal wieder in einen Laden gegangen und haben uns durch jede Sorte (es sind ziemlich viele ausgefallene Geschmäcker dabei ☺️) probiert. Dies sollte man allerdings nur bei den großen Geschäftsketten machen und nicht bei den familiären, kleinen Betrieben -jedenfalls wenn man danach nichts kauft. Außergewöhnliche Sorten wie Kokosnuss sollte man auf jeden Fall mal kosten.

6. Albert Cuypmarkt und die Stadsdeel De Pijp

Mit dem Fahrrad ein paar Minuten vom Zentrum entfernt kann man einen meiner Lieblingsmärkte besuchen. Der Albert Cuypmarkt zieht sich breit über eine lange Straße zwischen kleinen Boutiquen entlang. Beim Schlendern findet man alles, was man sich vorstellen kann. Von Essen über Klamotten und Blumen hin zu Einrichtunggegenständen. Hier ist für jeden etwas dabei. Dabei sollte man jedoch unbedingt auch neben die vielen Stände schauen. Überall um den Markt herum – auch in den Nebenstraßen – findet man wunderschöne kleine Boutiquen und Conzeptstores. Perfekt zum stöbern und inspirieren lassen. Mit einer süßen Karte findet man sich in den Stadsdeel De Pijp hervorragend zurecht und die besten Geschäfte sind auf einem Blick zu sehen. Besonders lohnt sich der YAY Health Store ♥.



7. Get lost

Ich liebe es neue Städte zu erkunden. Doch die ganze Zeit typisch Touri mit einer Karte durch die Gegend zu laufen wird auf Dauer öde. Darum: einfach mal blind durch die schmalen Gassen schlendern, abseits der Touristenhighlight. So entdeckt man schnell kleine, schöne Orte wie Cafés, bewachsene Häuserfassaden und einmalige Läden (die ich am liebsten alle leerkaufen würde). Und auch wenn man sich so richtig verläuft. Irgendwo kommt man schon wieder raus. Spätestens mit der GPS-Navigation findet man schon wieder zurück.



8. Das Dach vom NEMO

Wer (wie wir) an einem heißen Sommertag in der Stadt ist und ein bisschen Abkühlung sucht, der sollte zum NEMO gehen. Der Weg zu dem Entdeckermuseum, welches direkt am Hafen liegt, ist war ein bisschen länger. Doch er lohnt sich. Auf dem Dach des Gebäudes – der Zugang zu diesem ist kostenlos – sind Wasserspiele aufgebaut. Was eigentlich wissenschaftliche Kompezenten spielerisch weitergeben sollte, dient im Sommer eher als Minifreibad für Kinder. Nach einem langen Marsch durch die Stadt tut nichts besser, als die Füße in das kühle Wasser zu halten. Zudem hat man einen wunderschönen Blick über die Dächer Amsterdams. ☀️


Am schönsten ist es aber auf jeden Fall mit Freunden 💗 

Paradise Island

In der reisefreien Zeit erfreue ich mich (neben der nächsten Reiseplanung) an den vielen schönen Erinnerungen in Form von Bildern und Videos. Beim stöbern stieß ich auf Fotos von früheren Reisen, darunter unter anderem die Malediven, die ich zusammen mit meinen Eltern bereiste. Obwohl dieser Urlaub schon einige Jahre her ist, kann ich mich noch immer genau an diese unvergesslichen Tage erinnern. Wie kann man auch einen so wunderschönen Ort vergessen? 🙂

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Für unseren Aufenthalt hatten wir einen genialen Wasserbungalow. Über einen langen Steg gelangte man zu der kleinen Holzhütte. Mitten im Zimmer war ein Fenster in den Boden eingearbeitet, durch welches man direkt auf das eigene Hausriff blicken konnte. Von der Terrasse aus konnte man direkt in die Wellen des Ozeans springen. Abends war es besonders schön dort zu sitzen und das Meeresrauschen zu genießen. Während die warmen Sonnenstrahlen der abendlichen Sonne die Haut angenehm wärmten, wurde die Ungebung in ein wunderschönes rötliches Licht getaucht. Von den Palmen auf der Insel hin bis zu dem glitzernden Wasser schimmerte alles harmonisch. Über die seichten Wellen hinweg konnte man den Blick bis zum Horizont schweifen lassen und sehen, wie sich die Sonne sichtbar diesem annährte. Nach einigen Minuten verschwand der kleine rote Punkt und die Dunkelheit trat schnell ein.

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Tagsüber war die kleine Insel mit den vielen Holzhütten natürlich genauso schön, wie bei Sonnenuntergang (jedenfalls fast 🙂 ). Schmale Sandwege führten durch die Bäume hindurch und stellten eine Verbindung zwischen den Häuser, dem Restaurant und den Bars und dem wunderschönen, weißen Sandstrand dar. In den Baumkronen hingen tagsüber schlafend kleine Flughunde. Sobald sich die Sonne abends wieder dem Horizont nährte, fingen sie an durch die Nacht zu flattern. Überall krabbelten kleine Einsiedlerkrebse über den Sand, auf der Suche nach einer neuen Muschel als Heim (ich liebe diese kleinen Krabben ♥).

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Das mit Abstand Schönste an den Malediven war jedoch natürlich das gigantische Korallenriff. Vom feinen Sandstrand aus war dieses nur einige Meter entfernt. Die Korallen und Seeanemonen leuchteten in wunderschönen Farben. Surreal erschienen die blauen, roten, grünen und gelben Gebilde. Zwischen ihnen tummelten sich die Fische. Alle möglichen Größen vom kleinen, süßen Clownsfisch über Schildkröten hin bis zum zwei Meter großen Riffhai waren vertreten. Die wunderschönen Farben der Riffbewohner schimmerten bunt. Schon durch die Wasseroberfläche konnte man das Leuchten sehen, wenn die Schwärme dicht unser dem Meeresspiegel hinwegschwammen. Die Sommersonne bestrahlte die Unterwasserkulisse und hob die Farben der Fische von dem tiefen Blau des Ozeans ab. Nur wenige Meter von den Korallen entfernt fiel der Sand steil ab und verschwand in der Dunkelheit des Ozeans.

Beim Tauche und Schnorcheln sollte man aber auf jeden Fall immer daran denken, keinen der Meeresbewohner zu stören. So schützt man die Unterwasserlandschaft, aber auch sich selbst. Denn viele der harmlos aussehenden Tiere können nach einer Berührung in wenigen Sekunden tötlich wirklich. Also lieber mit genügend Abstand bestaunen und Bilder machen. 🙂

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Was bleibt 

Wohl jeder, der schon einmal eine längere Zeit im Ausland verbracht hat, kennt es: Fernweh. Nach den vielen Monaten oder sogar Jahren, die man in einem anderen Land verbracht hat, ist es gar nicht so einfach, wenn man wieder zurück in seiner Heimat ist. Während des Reisens hat man so viele verschiedene Orte gesehen, Kulturen erlebt, Freunde gefunden und Erinnerungen gemacht. Der ein oder andere wird behaupten: wo anders ist es immer am Besten. Immer am buntesten. Immer am freisten. Immer am lustigsten.

Auch mich plagt das Fernweh. Während des alltäglichen Treibens überlege ich, wohin ich als nächstes reisen könnte. Welche Kulturen mich interessieren. Welche Orte und Plätze ich noch sehen möchte. Ganz unbewusst beginnt man mit einer Planung, was man noch alles in den nächsten Jahren erleben will (Bei mir ist das ganz klar Südostasien). Da diese Träume natürlich mit Geld und vor allem Zeit verbunden sind, geht das alles leider nicht so schnell. Also heißt es: auf die nächsten Ferien oder den Urlaub warten und sich während der Planung darauf freuen.


Während dieser Zeit kann man sich selbst an den ganzen Erlebnissen erfreuen, die man gemacht hat und in den Erinnerungen schwelgen, die gesammelt wurden. Abgesehen von tonnenweisend Fotos, dem ein oder anderen Souvenir und jeder menge Freundschaften, nimmt man aus einem langen Auslandsaufenthalt noch andere wichtigere und bedeutsamere Dinge mit. Genau die Dinge, die andere nicht sehen und eventuell nicht nachvollziehen können. Oft bekommt man (ich zumindestens) von Personen, die noch nie so ein Erlebnis gemacht haben, den einen oder anderen kritischen Blick zugeworfen, was man in dieser Zeit nun getan hätte. Schließlich wäre dies nur ein Urlaub und ein bisschen herumgereise gewesen. Natürlich ist klar, dass für einige eine solche Reise „nur eine Reise ohne weiteren Nutzen“ sein mag. Doch wohl viele können mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass Reisende (und ich spreche nicht von den typischen Touristen) viel mehr als nur ein paar Erinnerungen mit nach Hause mitbringen.

In der langen Zeit in einem zu Beginn noch fremden Land, sammelt man unglaublich viele Erfahrungen in jedem möglichen Bereich. Man lernt nicht nur eine Sprache, nein. Viel mehr lernt man die Kultur und Begebenheiten der Einwohner kennen. Angefangen vom typischen Essen über die Religion bis hin zu Festen und Kulturen. Egal wofür man sich interessiert, von allem ist etwas dabei.


Die Tempelanlagen in Bangkok und die Asiatische Küche gefallen mir besonders gut ☺️

Doch auch für den Alltag im „normalen“ Leben lernt man viele wichtige Dinge. Ich kann hierbei nur von meinen persönlichen Erfahrungen sprechen. Aber viele, mit denen ich über dieses Thema geredet habe, konnten mir da zustimmen. Zum einen wird man wirklich selbstständig. Natürlich wird man das so oder so mit dem Alter. Aber das selbstständig sein im Ausland ist etwas anderes. Man ist von null auf hundert komplett auf sich selbst verlassen. Wenn etwas schief läuft kann nicht mal eben Mama herkommen und dir helfen. Nein. Da muss man jetzt alleine durch. All diese Momente, in denen man am liebsten wieder nach Hause möchte. Genau dann lernen wir wirklich was für später. Wie wir selbstständig mit Problemen umgehen, uns mit Konflikten und unangenehmen Menschen auseinandersetzen, wie wir uns auch ohne viel Geld und einem Plan von der Umgebung zurechtfinden. Genau diese Erfahrungen würden wir mit dieser Härte zu Hause nicht auf einmal erfahren. Aber genau das stärkt uns. Und wenn man die Probleme dann alleine überwunden hat, kann man die restliche Zeit umso mehr genießen. Man weiß, dass man nicht unbedingt Hilfe braucht, um klar zu kommen.

So eine Nacht vor dem Flughafen in Cairns ist doch was feines… 😄

Auch lernt man sehr viel Dinge zu schätzen. Wer als Backpacker im Auto oder in Hostels unterwegs war, weiß wovon ich spreche. Ganz alltägliche Dinge, wie ein eigenes und ruhiges Bett, eine warme und saubere Dusche, ausgewogenes Essen, selbst nur die Gewissheit für die nächste Nacht einen Schlafplatz zu haben, haben plötzlich einen unglaublich großen Wert.


Es bleibt also nicht nur die ewige Wanderlust, die gestillt werden möchte, sondern unendlich viele Erfahrungen, die einem nie wieder genommen werden können und Freundschaften, die über Landesgrenzen hinaus bestehen.